Regierung von Oberfranken

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Förderkompass für private Investitionen

Förderkompass für private Investitionen

Die wichtigsten Fördermöglichkeiten für private Hauseigentümer und für Kauf- und Investitionsinteressenten für die Sanierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden hat die Regierung von Oberfranken in einem Förderkompass für private Investitionen zusammengestellt
(Stand 03.2017).

Der Förderkompass greift aus den zahlreichen Programmen, die Bund und Land bereitstellen, zielgerichtet heraus, was für private Akteure wichtig sein könnte.

Der Förderkompass kann darüber hinaus zur öffentlichen Auslage, Fachberatung und Verteilung bei der Regierung von Oberfranken bestellt oder hier im PDF-Format geladen werden:

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Sachgebiet 34
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Stichwort: SG 34 - Förderkompass für private Investitionen

Buchprojekt "Aktuelle Architektur in Oberfranken 2"

Buchpräsentation am 16.02.2016

Buchpräsentation im Landratssaal

(Foto: Lisa Kuchenreuther)

Der Raum war dem Anlass entsprechend: der holzgetäfelte, üppig mit Jugendstilornamenten verzierte Landratssaal im Präsidialbau der Regierung von Oberfranken, der 1904 auf der Weltausstellung von St. Louis ausgezeichnet wurde. Ein Raum wie geschaffen dafür, die architektonischen Potentiale der Region darzustellen. Und die Aktivitäten der Behörde in Sachen Planungs- und Baukultur vorzustellen. Vor Jahren ist man mit dem bayerischen Landesverband des BDA eine Kooperation eingegangen, die "Initiative Baukunst in Oberfranken", die einen Architekturführer erarbeitet und diesen in einer Ausstellung an 35 Orten – darunter München, Nürnberg, Würzburg sowie in jeder größeren Stadt in Oberfranken – präsentiert hatte. Mitte Februar nun lud die Initiative wieder die interessierte Öffentlichkeit und die Presse in den Landratssaal und stellte das neueste Ergebnis, den zweiten Band ihrer Reihe "Aktuelle Architektur in Oberfranken", vor. Erschienen ist das Buch im Büro Wilhelm Verlag für den Preis von 19,80 Euro.

"Ein wichtiger Faktor ist die Stärkung der regionalen Identität durch eine qualitätsvolle Gestaltung der Mitten unserer Städte und Dörfer in Verbindung mit bedarfsgerechten Nutzungen", sagte der Hausherr Wilhelm Wenning. Der scheidende Regierungspräsident hob die Lebensqualität hervor, die mit in diesem Band präsentierten Objekten geschaffen werde. Die hervorragende Architektur "trägt dazu bei, Abwanderungen zu vermeiden", und mache die Kommunen "attraktiv für Neubürger". Karlheinz Beer, Landesvorsitzender des BDA, pflichtete Wenning bei und erklärte, dass die 50 ausgewählten Neubauten, Sanierungen und Freiraumgestaltungen auf eindrucksvolle Weise zeigen, mit welchem Elan Bevölkerung, Verwaltung und Architektenschaft den regionalen Herausforderungen begegnen und im Strukturwandel eigene Akzente setzen. In der von Enrico Santifaller, dem Autor des ersten wie des zweiten Bandes, moderierten Veranstaltung versicherte Beer, dass sich mit diesem Buch- und Ausstellungsprojekt "auch private Bauherren für den Mehrwert von Architektenwettbewerben begeistern lassen". Ekkehard Hojer, Bürgermeister der 4000-Einwohner-Stadt Baunach, räumte ein, anfänglich gegen eine Architektenkonkurrenz gewesen zu sein. Die für ihn lehrreiche Diskussion der Fachpreisrichter sowie das anschließende "sympathische Auftreten der Architekten im Stadtrat und vor den Bürgern" habe ihn inzwischen zu "einem Fan von Architekturwettbewerben gemacht"

Hojers Kollege Peter Berek, Gemeindeoberhaupt von Bad Alexandersbad, stellte die Bedeutsamkeit von guter Architektur heraus: Seine Kommune sei in einem Imagewandel, das neue Kurmittelhaus (Entwurf Brückner & Brückner, Tirschenreuth, Würzburg) und die Sanierung der denkmalgeschützten Schlossterrassen (Entwurf:geskes.hack, Berlin, in Zusammenarbeit mit Marion Schlichtiger, Marktredwitz) helfen, dringend benötigte neue Bilder des "kleinsten Kurbades Bayerns" unters Volk zu bringen. Annemarie Bosch, Vorsitzende des BDA-Kreisverbandes Nürnberg-Mittelfranken-Oberfranken, gefielen dagegen die vielen kleinen Projekte, die im zweiten Band präsentiert werden: "Unter dem Stichwort ‚Angemessenheit‘ beweisen die ausgewählten Beispiele, dass Revitalisierung von Ortszentren ohne großen Aufwand möglich ist." Voraussetzung aber sei "eine gelungene Gestaltung". Die von allen Diskussionsteilnehmern vielfach gelobte Marion Resch-Heckel, Leiterin der Bauabteilung an der Regierung von Oberfranken, betonte die engagierte Arbeit ihres gesamten Teams. Resch-Heckel,unterstrich die Bedeutung der drei oberfränkischen Architektur Treffs, die "autonom arbeiten und jeweils ihr eigenes Profil entwickelt haben". Die Treffs haben es geschafft, dass "Baukultur ein Thema in Oberfranken ist". Sogar die Straßenbauer habe dieses Thema erreicht, was einige im Zukunftskapitel des Buches abgebildete Wettbewerbsergebnisse bewiesen. Peter Kuchenreuther, Beisitzer im Landesvorstand des bayerischen BDA, warb für die Gründung eines Architekturtreffs in den Landkreisen Hof und Wunsiedel. Nach dem Vorbild der Schweiz, dessen von namhaften Architekten initiiertes "städtebauliches Portrait" Grenzen und alte Denkweisen aufgebrochen hätte, gelte es nun, "die spezifischen Themen und Aufgabenstellungen Hochfrankens herauszuarbeiten und sich mit den Zukunftsthemen unserer Region zu befassen".

Daran anknüpfend verwies der preisgekrönte Architekturkritiker Santifaller auf die Methoden des zweiten Bandes: Er habe, so der Autor, Interviews mit Sternekoch Alexander Herrmann, mit dem Intendanten der Luisenburg, Michael Lerchenberg, aber auch mit Bürgermeistern, Chefs von Wohnungsbaugesellschaften und Professoren wie dem Stadtplaner Marc Michaeli und dem Architekturphilosophen Christian Illies geführt. In den Gesprächen, erläuterte Santifaller, kamen die Stärken wie die Probleme Oberfrankens zu Tage. Seine Absicht war nicht "Architektur als Lifestyle-Produkt gesellschaftlicher Eliten präsentieren, die – teilweise mit staatlicher Hilfe - ihre Distinktionsbedürfnisse ausleben". Vielmehr bemühte sich Santifaller, "Architektur als Verbindung von ästhetischem Eigensinn und der Lösungskompetenz von Architekten zu zeigen, um gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen". Der öffentlichen Hand attestierte der Autor im Wesentlichen ihre "Hausaufgaben" gemacht zu haben. In seinem Schlusswort bescherte Regierungspräsident Wenning den rund 80 Zuhörern im prächtigen Landratsaal noch ein Schmankerl: "Die kommunalen Gebietskörperschaften haben vielfältige Aufgaben. Ich spreche mich explizit dafür aus, dass jeder Landkreis einen Kreisbaumeister und jede Stadt einen Stadtbaumeister erhält der für Impulse und Qualität sorgt."

"Aktuelle Architektur in Oberfranken 2" soll jetzt mit einer Ausstellung auf Reisen gehen. Der Start steht bereits fest: Am 1. April um 17 Uhr wird die Ausstellung im staatlichen Museum Porzellanikon in Selb mit einer Podiumsdiskussion eröffnet.

Broschüren