Regierung von Oberfranken

Rahmenbetriebsplan für die Erweiterung des Quarzsand-Tagebaus "Nordöstlich Sand am Main", Gemeinde Sand am Main und Stadt Zeil am Main, Landkreis Haßberge durch die Firma Sand- und Kieswerke Dotterweich GmbH, Sand am Main

Aktuelles

Aussetzung des Verfahrens

Die Firma Sand- und Kieswerke Dotterweich GmbH hat die Aussetzung des Verfahrens beantragt, da derzeit Überlegungen angestellt werden, die Antragsunterlagen zu überarbeiten.

Auslegung des Plans

Gegenstand des Verfahrens

Die Firma Sand- und Kieswerke Dotterweich GmbH, Sand am Main, betreibt seit 2005 bei Sand am Main einen Tagebau zur Gewinnung von Quarzsand; dieser Tagebau wird auf Grundlage eines Planfeststellungsbeschlusses des Landratsamtes Haßberge vom 20.03.1997 geführt. Der im Tagebau gewonnene Quarzsand wird per Schiff zu einer stationären Sandwaschanlage, die sich in etwa 600 m Luftlinie südwestlich der beantragten Erweiterungsfläche am sog. "Sander Baggersee" (Seestraße in Sand am Main) befindet, transportiert und dort aufbereitet. Nach den zwischenzeitlich vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich bei dem dort anstehenden Quarzsand um einen Bodenschatz im Sinne des Bundesberggesetzes, wodurch die Zuständigkeit der Regierung von Oberfranken - Bergamt Nordbayern - gegeben ist.

Zur Sicherung seiner Rohstoffversorgung beabsichtigt der Unternehmer den Tagebau in westliche Richtung zu erweitern. Die vorgesehene Erweiterung umfasst eine Gesamtfläche von etwa 24,9 ha bei einer Netto-Abbaufläche von etwa 21 ha; das Vorhaben liegt größtenteils auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Sand am Main, eine kleinere Fläche befindet sich auf dem Gemeindegebiet der Stadt Zeil am Main. Bei einem Gesamtabbauvolumen von etwa 1,35 Mio. m³ Quarzsand und einer durchschnittlichen jährlichen Absatzmenge von 150.000 t geht der Unternehmer von einem etwa zwölfjährigen Abbauzeitraum aus. Der Abtransport des gewonnenen Quarzsandes soll weiterhin per Schiff über den bisher genutzten Transportweg (durch den bestehenden Tagebau und die bestehende Schifffahrtsöffnung des sog. "Blum-Sees" über den Main in den sog. "Sander Baggersee") erfolgen; die Aufbereitung erfolgt am Betriebsstandort (Seestraße in Sand am Main). Nach Beendigung der Abbautätigkeit soll ein naturnah gestaltetes, dauerhaftes Gewässer verbleiben.

Nach dem geltenden Regionalplan der Region Main-Rhön befindet sich der bestehende Tagebau innerhalb des ausgewiesenen Vorranggebietes SD/KS 3 "Nordöstlich Sand". Die jetzt beantragte Erweiterungsfläche ist im Regionalplan weder als Vorrang- noch als Vorbehaltsgebiet zur Gewinnung und Sicherung von Bodenschätzen ausgewiesen.

Am 13.01.2015 fand im Rathaus der Gemeinde Sand am Main der Scoping-Termin zur Diskussion der Antragsunterlagen für das geplante Vorhaben statt. Der Scoping-Termin diente der Festlegung des Untersuchungsumfanges (Untersuchungsraum + Untersuchungsinhalte + Untersuchungszeitraum) der in der Umweltverträglichkeitsuntersuchung zu behandelnden Schutzgüter. Anlässlich des Scoping-Termins führte die Höhere Landesplanungsbehörde der Regierung von Unterfranken aus, dass die landesplanerischen und raumordnerischen Belange auf dem Wege eines vereinfachten Raumordnungsverfahrens überprüft werden sollen; dies bedeutet, dass der Regierung von Unterfranken die in diesem Planfeststellungsverfahren eingehenden Stellungnahmen und die erhobenen Einwendungen zur Verfügung gestellt werden, damit dann innerhalb dieses Genehmigungsverfahrens das vereinfachte Raumordnungsverfahren durchgeführt werden kann.

Im Nachgang zum Scoping-Termin hat die Firma Sand- und Kieswerke Dotterweich GmbH die erforderlichen Antragsunterlagen erarbeiten lassen und diese bei der Regierung von Oberfranken – Bergamt Nordbayern – zur Zulassung vorgelegt.

Abschließend darf darauf hingewiesen werden, dass die Anhörungsbehörde nach Ablauf der Einwendungsfrist die rechtzeitig erhobenen Einwendungen gegen den Plan, die Stellungnahmen von Vereinigungen und die Stellungnahmen der Behörden zu dem Plan mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Betroffenen und den Personen, die Einwendungen erhoben haben, zu erörtern hat. Die Einladung zu dem Erörterungstermin bzw. die Bekanntmachung des Erörterungstermins erfolgt gesondert.

Die Planunterlagen liegen in der Gemeinde Sand am Main und in der Stadt Zeil am Main nach ortsüblicher Bekanntmachung zur Einsicht aus.

(Stand: 15.06.2016)

Antragsunterlagen

1. Antragsschreiben

2. Inhaltsverzeichnis

3. Rahmenbetriebsplan

4. Anlagen

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Norbert Weiß
Sachgebiet 26
Telefon: 0921/604-1384
Telefax: 0921/604-4384
E-Mail: Bergamt Nordbayern