Regierung von Oberfranken

Tiergesundheit - Reiseverkehr

Reisen mit Heimtieren innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten

Für das Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) innerhalb der Europäischen Union gelten besondere Regeln und Verordnungen. Ziel dieser Regelungen ist der Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung der Tollwut. Die nachfolgend genannten Anforderungen gelten nur für den Reiseverkehr mit Heimtieren, d.h. es dürfen pro Person maximal 5 Heimtiere mitgeführt werden und sie dürfen nicht dazu bestimmt sein, den Besitzer zu wechseln. Für den grenzüberschreitenden Handel mit Heimtieren gelten andere/zusätzliche Anforderungen, welche u.a. in der Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung festgelegt sind.

Folgende Anforderungen müssen beim Reisen mit Heimtieren innerhalb der EU erfüllt sein:

 

Zusätzliche Informationen des BMEL zu Reisen mit Heimtieren in der EU finden Sie hier:

Einreise mit Heimtieren aus Drittländern in die Europäische Union

Auch für die Einreise mit Hunden, Katzen und Frettchen aus Nicht-EU-Ländern (so genannten Drittländern) gelten besondere Regelungen und Vorschriften. Diese haben vor allem das Ziel, die Einschleppung von Tollwut in die EU zu verhindern.

Die Anforderungen an den Gesundheitsstatus der Tiere richten sich deshalb grundsätzlich nach der Tollwutsituation sowohl des Herkunfts-Drittlandes als auch des Bestimmungs-Mitgliedstaates in der EU. Die nachfolgend genannten Anforderungen beziehen sich auf den Reiseverkehr in die EU aus Drittländern, für Handelszwecke gelten andere/ strengere Vorschriften (siehe Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung).

 

Folgende Anforderungen müssen beim Reisen mit Heimtieren aus Drittstaaten in die EU erfüllt sein:

Bei den Drittstaaten wird zwischen sog. "gelisteten" (Teil 1 und Teil 2) und "ungelisteten" Ländern unterschieden. Je nachdem, worunter das Drittland eingeteilt ist, müssen bei der Einreise in die EU unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt werden:

 

Anforderungen für gelistete Drittländer nach Anhang II Teil 1 der VO (EG) 577/2013:

 

Anforderungen für gelistete Drittländer nach Anhang II Teil 2 der VO (EG) 577/2013:

Zusätzliche Anforderungen für nicht gelistete Drittländer:

Bitte bedenken Sie, dass bei jedem Heimtier bei der Einreise bzw. Wiedereinreise aus einem Nicht-EU-Staat grundsätzlich eine Dokumentenkontrolle oder Identitätsfeststellung durchgeführt wird. Hierfür hat die Begleitperson das Tier beim Zoll anzumelden. Die Einreise von Heimtieren aus Drittländern hat über einen Flughafen oder Hafen zu erfolgen, der in der Liste der Einreiseorte in der Bundesrepublik Deutschland aufgeführt ist. Von dieser Vorschrift ausgenommen sind Heimtiere aus Andorra, der Schweiz, Färöer, Gibraltar, Grönland, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Staat Vatikanstadt.

Jungtiere/Welpen aus nicht gelisteten Drittländern sind frühestens im Alter von 7 Monaten einfuhrfähig (Tollwutimpfung nach 12 Wochen + Blutentnahme 30 Tage nach Impfung + 3 Monate Wartefrist).

Weitere Informationen der EU-Kommission zum Heimtierausweis und zu Reiseregelungen mit Heimtieren

Reisen und Einfuhr von Erzeugnissen tierischen Ursprungs für den persönlichen Verbrauch

Wegen der Gefahr, dass Tierseuchen in die Europäische Union (EU) eingeschleppt werden, gelten seit Januar 2003 verschärfte Reiseverkehrsregelungen für Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, die Reisende bei ihrer Einreise aus Drittländern mitbringen oder die für Privatpersonen zu nichtgewerblichen Zwecken eingeführt werden.

Diese bisherigen Reiseverkehrsregelungen werden nun durch die Verordnung (EG) Nr. 206/2009 der Kommission ersetzt, mit der die nicht kommerzielle Einfuhr sämtlicher tierischer Erzeugnisse in die EU geregelt wird. Diese Verordnung gilt seit dem 1. Mai 2009 und ist unmittelbar geltendes Recht.

Danach ist die Einfuhr von Fleisch und Milch sowie daraus hergestellter Erzeugnisse in die EU grundsätzlich verboten. Für andere Erzeugnisse gelten produktspezifische Einfuhrbeschränkungen in Abhängigkeit von der Warenart und dem Herkunftsland.

Die Vorschriften gelten nicht für die Einfuhr tierischer Erzeugnisse zum persönlichen Verbrauch aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Zudem gelten diese Vorschriften nicht im Falle der Einfuhr von Fischereierzeugnissen zum persönlichen Verbrauch aus den Färöern und Island.

Ausnahmen vom Einfuhrverbot:

Erzeugnisse in geringen Mengen und nur unter bestimmten Voraussetzungen:

Weitere Einzelheiten zu den Ausnahmen finden Sie in Artikel 2 sowie im Anhang IV der Verordnung (EG) Nr. 206/2009.

Ansprechpartner

Für Fachfragen steht Ihnen das Sachgebiet 54 (Verbraucherschutz, Veterinärmedizin) zur Verfügung:

Dr. Gottfried Krommer
Sachgebiet 54
Tel.: 0921/604-1915
Fax: 0921/604-4915
E-Mail: Dr. Gottfried Krommer
Dr. Michaela Brix
Sachgebiet 54
Tel.: 0921/604-1902
Fax: 0921/604-4902
E-Mail: Dr. Michaela Brix

Für Fragen rechtlicher Art steht Ihnen das Sachgebiet 55.2 (Rechtsfragen Gesundheit und Verbraucherschutz) zur Verfügung:

Frank Griebel
Sachgebiet 55.2
Tel.: 0921/604-1905
Fax: 0921/604-4905
E-Mail: Frank Griebel
Karin Hübschmann
Sachgebiet 55.2
Tel.: 0921/604-1917
Fax: 0921/604-4917
E-Mail: Karin Hübschmann
Peter Wetscherek
Sachgebiet 55.2
Tel.: 0921/604-1919
Fax: 0921/604-4919
E-Mail: Peter Wetscherek