Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 028/10
30.03.2010
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Weiterentwicklung der Haupt- zur Mittelschule in Oberfranken:
Dialogforen in allen Schulamtsbezirken in Oberfranken durchgeführt - Mittelschulen als erweitertes Bildungsangebot für Schüler auf dem Weg

"Die Mittelschulen mit ihrem erweiterten Bildungsangebot für die Schüler sind in Oberfranken auf einem guten Weg", so brachte Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin die Ergebnisse der Dialogforen auf den Punkt, die die Regierung von Oberfranken in den neun Schulamtsbezirken seit Oktober 2009 zur Weiterentwicklung der örtlichen Schulstruktur veranstaltet hat. "Die konstruktive Diskussion der von den Staatlichen Schulämtern im Vorfeld der Dialogforen gemeinsam mit Bürgermeistern, Eltern, Schülern und Schulen erarbeiteten Strukturszenarien mit allen Entscheidungsträgern, Betroffenen und weiteren Akteuren vor Ort hat wertvolle Anregungen für die Bildung von Schulverbünden gegeben."

Die Erkenntnisse der Dialogforen werden derzeit in den Kommunen diskutiert und mit potenziellen Kooperationspartnern auf Umsetzungsmöglichkeiten hin überprüft. Die Staatlichen Schulämter begleiten und unterstützen diesen Prozess auf dem Weg hin zu Lösungen, die den Interessen von Schülern, Schulen und Schulaufwandsträgern gleichermaßen Rechnung tragen.

Frühest möglicher Zeitpunkt für den Start der Verbünde ist das Schuljahr 2010/2011. Schulen und Sachaufwandsträger können jedoch jederzeit auch zu einem späteren Zeitpunkt Schulverbünde gründen.

Hintergrund:

Die Bezeichnung "Mittelschule" wird allen Schulen, die die Voraussetzungen (die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, ein Ganztagsangebot sowie ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt) allein oder in einem Mittelschulverbund erfüllen, auf formlosen Antrag verliehen. Die Verleihung der Bezeichnung "Mittelschule" kann frühestens mit Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens, d.h. ab dem 1. August 2010 wirksam werden. Die Abwicklung des Verfahrens, d.h. die vorgelagerte Prüfung der Voraussetzungen und die rechtliche Umsetzung, werden durch die Regierung von Oberfranken vorgenommen.

Im ländlichen Raum sind die Schulverbünde auch ein Instrument zum Erhalt kleiner Schulstandorte, die aufgrund der demographischen Entwicklung und des Übertrittsverhaltens gefährdet sind. Im Schulverbund können sich kleinere Hauptschulen zur Mittelschule zusammenschließen und damit den Schülerinnen und Schülern des Schulsprengels vielfältigere Bildungsangebote eröffnen. Darüber hinaus gewährleisten die Mittelschulen eine stärkere Berufsorientierung sowie eine erweiterte individuelle Förderung etwa durch Ganztagsangebote.

Weitere Hinweise unter: www.mittelschule.bayern.de/