Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 100/10
02.07.2010
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Jugendsozialarbeit an Schulen in Oberfranken weiter ausgebaut

Die Jugendsozialarbeit an Oberfrankens Schulen wird weiter ausgebaut: Zu den bereits bestehenden 57 Projekten der Jugendsozialarbeit sind jetzt 8,75 weitere Stellen an 11 neuen Schulen in das staatliche Förderprogramm aufgenommen worden. Damit sind zum Schuljahr 2010/2011 an insgesamt 68 oberfränkischen Schulen Sozialpädagogen eingesetzt. Sie sind das "Scharnier" zwischen Schule und Jugendamt und bieten ein breites Spektrum an Hilfen an: Sie beraten im Einzelfall, führen Projekte zur Gewaltprävention durch oder vermitteln notwendige Hilfen zur Erziehung für die Familien. Schulen sind für Jugendsozialarbeit der geeignete Ort: Hier erreicht man alle Kinder und Jugendlichen und auch die Eltern können direkt angesprochen werden. Durch den engen Schulterschluss von Schule, Eltern und Jugendhilfe kann es gelingen, junge Menschen mit erzieherischen Problemen besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Damit leistet Jugendsozialarbeit einen Beitrag, mehr Chancengerechtigkeit für junge Menschen zu schaffen.

Das Kabinett hat am 23. Juni 2009 die Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit an Schulen -JaS 1000- beschlossen und damit einen weiteren jugendpolitischen Meilenstein gesetzt, der die bisherige Jugendhilfepolitik und die nachhaltige bayerische Strategie bestätigt. In den kommenden zehn Jahren kann die Jugendsozialarbeit an Schulen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bayernweit auf bis zu 1.000 Stellen ausgebaut und durch ein finanziell abgesichertes Fortbildungskonzept begleitet werden. Jugendsozialarbeit an Schulen als intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule leistet einen wesentlichen Beitrag zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigung der Kinder und Jugendlichen. Unter dem Aspekt der frühen Prävention und der erfolgreichen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund können erstmals ab 1. September 2010 auch Grundschulen, die einen Migrantenanteil von mindestens 20% aufweisen, in das Förderprogramm einbezogen werden.