Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 015/11
02.03.2011
PDF-Version (27 KB)

Naturschutz in Oberfranken:
Managementplan zum NATURA 2000-Gebiet "Bergwiesen im südlichen Fichtelgebirge" fertig gestellt

Der Managementplan für das europäische NATURA 2000-Gebiet "Bergwiesen im südlichen Fichtelgebirge" liegt nun vor: Dr. Herbert Rebhan, Leiter des Sachgebietes Naturschutz an der Regierung von Oberfranken, überreichte heute den Managementplan an die beteiligten Kommunen. Auch die Landratsämter Bayreuth und Wunsiedel und die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth und Münchberg/Wunsiedel erhielten einen entsprechenden Plan. An den genannten Stellen besteht ab sofort die Möglichkeit der Einsichtnahme.

Der Managementplan leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung von NATURA 2000. Im Plan sind alle Maßnahmen dargestellt, die notwendig sind, um das Gebiet in seinem guten Zustand zu erhalten. Hierzu gehören die Beibehaltung oder Wiedereinführung einer extensiven Nutzung von Borstgrasrasen und Wiesen, die Wiederherstellung des Wasserhaushalts und die Entfernung von Gehölzen in Übergangs- und Hochmooren aber auch die Beseitigung von Ablagerungen.

Das rund 385 ha große und aus 23 Teilflächen bestehende Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) "Bergwiesen im südlichen Fichtelgebirge" ist von extensiver landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Charakteristische Lebensräume sind magere Bergwiesen, artenreiche Borstgrasrasen und teilweise gut erhaltene Moore. Im Gebiet liegen die Naturschutzgebiete "Moosbachaue" und das "Hahnenfilz bei Mehlmeisel".

Der Managementplan wurde im Auftrag der Regierung von Oberfranken zusammen mit den Landratsämtern Bayreuth und Wunsiedel sowie dem forstlichen Kartierteam am AELF Bamberg erarbeitet. Bei mehreren Öffentlichkeitsterminen brachten sich die beteiligten Grundeigentümer, Kommunen, Behörden und Verbände ein.

Wissenswertes zur Managementplanung NATURA 2000:

Hintergrund zur Erstellung von Managementplänen ist die Verpflichtung aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union unter der Bezeichnung "NATURA 2000" ein europaweites Netz aus FFH- und Vogelschutzgebieten einzurichten und den günstigen Erhaltungszustand der Gebiete zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden gemeinsam mit allen Beteiligten vor Ort sog. Managementpläne erarbeitet. Der Managementplan ist Leitlinie staatlichen Handelns, er soll Klarheit und Planungssicherheit schaffen, hat jedoch keine rechtliche Bindungswirkung für die ausgeübte Nutzung durch die Grundeigentümer. Für private Grundeigentümer begründet der Managementplan daher keine unmittelbaren Verpflichtungen, die nicht schon durch das gesetzliche Verschlechterungsverbot (§§ 33 und 34 Bundesnaturschutzgesetz) vorgegeben werden.

Weitere Informationen erhalten Sie im

sowie beim

Für Rückfragen steht

Herr Gerhard Bergner
Höhere Naturschutzbehörde
an der Regierung von Oberfranken
Sachgebiet 51
Tel.: 0921/604-1476
E-Mail: Gerhard Bergner

gerne zur Verfügung.