
Pressemitteilung-Nr.: 053/12
18.06.2012
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Die Lebenserwartung von Männern ist im Freistaat ca. fünf Jahre geringer als die der Frauen. Denn Männer und Frauen gehen sehr unterschiedlich mit dem Thema Gesundheit um. Während Frauen sich eher um ihren Körper und ihr Wohlbefinden kümmern, reagieren Männer oft erst, wenn etwas nicht mehr stimmt, der Körper nicht mehr die gewohnte Leistung bringt. Gesundheitsförderung und Prävention besitzen bei Männern leider nicht den Stellenwert, den sie haben sollten.
Das Bayerische Gesundheitsministerium hat deshalb im letzten Jahr eine Initiative zur Männergesundheit gestartet, die heuer im Rahmen regionaler Männergesundheitstage in den Regierungsbezirken und Landkreisen fortgesetzt wird. Zusammen mit dem Klinikum Lichtenfels, dem Landkreis Lichtenfels und der Stadt Bad Staffelstein lädt die Regierung von Oberfranken ein
zum Männergesundheitstag unter dem Motto
"Sei ein Mann - sei gesund"
am Samstag, 23. Juni 2012, von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr
ins Kurhotel in Bad Staffelstein.
Namhafte Referenten aus der Region werden zu den Themen Männerkrankheiten, Darmkrebs, Risiko Rauchen, Bandscheibenleiden und Vorhofflimmern sprechen. Selbsthilfegruppen und Fachdienste begleiten die Veranstaltung und stellen Info-Materialien zur Verfügung. Mit dabei sind der Psychoonkologische Dienst des Klinikums Lichtenfels, die Psychosoziale Krebsberatungsstelle, die Deutsche Herzstiftung, die Prostataselbsthilfegruppe, die Deutsche Sauerstoffliga, die Deutsche ILCO und die Adipositas-Selbsthilfegruppe.
Das Veranstaltung beginnt um 13:30 Uhr mit der Begrüßung durch Regierungspräsident Wilhelm Wenning. Prof. Dr. Strohmaier vom Klinikum Coburg wird über Männerkrankheiten informieren. Privatdozent Dr. Greger vom Klinikum Lichtenfels hat den Gesundheitstag wesentlich mit gestaltet und referiert zum Thema Darmkrebs. Die Zusammenhänge zwischen dem Risiko "Rauchen" und Lungenkrebs sowie der chronischen Bronchitis zeigt Dr. Habich vom Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg auf. Über die "flimmernden Männerherzen" spricht zu guter Letzt Prof. Dr. Brachmann, Klinikum Coburg. Etwas Auflockerung erhalten diese "ernsten" Männerthemen durch den Fränkischen Theatersommer. Jan Burdinski unterhält zwischendurch mit Chansons - nicht nur für Männer! Zudem bietet das Kurhotel gesunde Kleinigkeiten.
Selbstverständlich sind auch Frauen zu der Veranstaltung herzlich eingeladen und können gleich ihre Männer motivieren teilzunehmen.
Mehr Informationen zum Thema Männergesundheit bzw. Früherkennung und Vorsorge sind z.B. auf der Homepage des Bayerischen Gesundheitsministeriums unter www.maennergesundheit.bayern.de oder www.gesundheit.bayern.de zu finden. Gerne beraten Sie auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte oder die örtlichen Gesundheitsämter.
Die Initiative Männergesundheit soll einen Beitrag dazu leisten, dass auch Männer mehr auf ihre Gesundheit achten und Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung helfen mit, länger bei guter Gesundheit zu leben und fit zu bleiben.
Männer werden im Durchschnitt 77,9 Jahre alt, Frauen etwa 82,9 Jahre. Dies ist größtenteils nicht genetisch bedingt. Die Ursache dafür ist häufig eine ungesündere Lebensweise: zu viel Alkohol, wenig Bewegung, schlechte Ernährungsgewohnheiten und Rauchen. Und: Männer sind "Vorsorgemuffel". Nur rund 24 Prozent der Männer nehmen die umfangreichen Angebote der Vorsorgeuntersuchung wahr. Dagegen nutzen rund 60 Prozent der Frauen entsprechende Früherkennungsangebote.
Früherkennung kann Leben retten. Die gesetzlichen Krankenkassen und niedergelassenen Ärzte bieten eine ganze Reihe von kostenfreien Vorsorgeangeboten an: Zum Beispiel den Check-up 35 zum Ausschluss von chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen oder Früherkennungsuntersuchungen zur Feststellung von Haut-, Prostata- und Darmkrebs. Bei zahlreichen Erkrankungen besteht eine große Chance auf Heilung, sofern sie rechtzeitig erkannt und behandelt werden. So sind beim Darmkrebs, einer der häufigsten Tumorkrankheiten bei Männern (und Frauen), Heilungsquoten von über 90 Prozent möglich.
Eröffnung: Regierungspräsident Wilhelm Wenning
Grußwort: Landrat Christian Meißner
Männerkrankheiten - was Man(n) wissen sollte!
Prof. Dr. Dr. Walter Ludwig Strohmaier, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Coburg
Darmkrebs: Auch für den Mann ein Risiko!
Privatdozent Dr. Bernd Greger, Ltd. Arzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Lichtenfels
"Risiko Rauchen" - verantwortlich für Lungenkrebs und chronische Bronchitis (COPD)
Dr. Gernot Habich, Chefarzt der Klinik für Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergologie, Umweltmedizin und Schlafmedizin am Bezirksklinikum Obermain
Männer und Rückgrat - die Bandscheibe, der "schwache" Punkt
Dr. Heinz-Georg Bloss, Chefarzt der Neurochirurgie am Klinikum Lichtenfels
Flimmern Männerherzen häufiger? - Vorhofflimmern als Risikofaktor!
Prof. Dr. Johannes Brachmann, Chefarzt der II. Med. Klinik Kardiologie, Angiologie, Pneumologie am Klinikum Coburg
Entspannung Jan Burdinski singt "Chansons" - nicht nur für Männer
Genuss:
Das Kurhotel serviert gesunde Kleinigkeiten