Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 071/12
20.08.2012
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Städtebauförderung;
Oberfranken profitiert im Sonderprogramm Industriebrachenrevitalisierung und im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm mit rund 12,9 Millionen Euro ganz besonders

"Die größten Stücke vom neuen 'Förderkuchen' gehen nach Oberfranken", freut sich Regierungspräsident Wilhelm Wenning. "Im Sonderprogramm des Freistaats zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen erhalten oberfränkische Kommunen mit acht Millionen Euro über die Hälfte der für Bayern zur Verfügung stehenden Mittel von 14,5 Millionen Euro."

Die aus Landesmitteln finanzierten Maßnahmen zielen insbesondere darauf ab, ortsansässigen Betrieben innerörtliche Gewerbeflächen bereitzustellen, so dass sich diese am bisherigen Standort gut weiterentwickeln können. Das sichert Arbeitsplätze, vermeidet unnötigen Flächenverbrauch und fördert eine kompakte Ortsentwicklung. Die Sondermittel zur Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen wurden vom Kabinettsausschuss 'Demografischer Wandel' nach entsprechenden Vorstößen gerade auch aus unserer Region gefordert und bei der Aufstellung des Nachtragshaushalts 2012 vom Bayerischen Landtag beschlossen worden. Im Einzelnen werden unterstützt im

Landkreis Hof
Schwarzenbach am Wald, ehemalige Weberei ERBA, 3.500.000 Euro

Landkreis Kulmbach
Kulmbach, Industriebrache "Alte Spinnerei", 1.050.000 Euro

Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge
Selb, ehemalige Porzellanfabrik Müller, 760.000 Euro
Marktredwitz, Benker-Areal "Neutralisation", 320.000 Euro
Wunsiedel, ehemalige Porzellanfabrik Retsch, 2.400.000 Euro.

"Es war mir seit langem ein wichtiges Anliegen, dass die gravierenden städtebaulichen Mängel als Folge der Industriebrachen in diesen fünf Städten beseitigt werden können", betont Regierungspräsident Wilhelm Wenning. "Zur Lösung der Probleme von Kommunen mit Industrie- und Gewerbebrachen hatte ich deshalb im vergangenen Jahr Staatsminister Herrmann einen entsprechenden Lösungsvorschlag im Rahmen des Instrumentes der Städtebauförderung unterbreitet", so der Regierungspräsident weiter.

"Auch im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm wird Oberfranken gut bedacht", so Wenning. Mit insgesamt über 4,7 Millionen Euro erhält Oberfranken den zweitgrößten Anteil aus dem Programm, in dem bayernweit rund 27 Millionen Euro bereitgestellt sind. In Oberfranken profitieren 37 Kommunen mit Summen zwischen 30.000 bis 980.000 Euro.

Das Bayerische Städtebauförderungsprogramm ergänzt die Bund-Länder- und EU-Programme und legt einen Förderschwerpunkt auf die Stärkung der Kommunen im ländlichen Raum. Ziel ist es, die Kommunen vor allem für die Bewältigung des Strukturwandels zu wappnen, der sich durch die Bevölkerungsentwicklung ergibt. Die Mittel werden unter anderem für Maßnahmen zur Nachnutzung von innerörtlichen Leerständen und Brachen eingesetzt, wie sie derzeit auch im Modellvorhaben "Ort schafft Mitte" erprobt werden. Die Steigerung der Energieeffizienz im Baubestand sowie die nachhaltige Erneuerung des baulichen Erbes haben ein besonderes Gewicht.

Und schließlich erhält die Stadt Bamberg 160.000 Euro für ein Standortentwicklungskonzept zur Flankierung der für 2014 geplanten Schließung der US-Kaserne Warner Barracks aus dem Bayerischen Sonderprogramm zur Vorbereitung von Konversionsmaßnahmen in Folge der Bundeswehrreform und der Schließung von US-Standorten.

Weiter Infos zu den Programmen und Listen der geförderten Kommunen unter:
www.stmi.bayern.de/bauen/staedtebaufoerderung/programme/