Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 090/12
28.09.2012
PDF-Version (38 KB)

Der Freistaat Bayern setzt auf den Ausbau ökologischer Energien - Informationsveranstaltung bei der Regierung von Oberfranken am 28.09.2012 zum Start von zwei neuen Förderprogrammen

Für den Freistaat Bayern hat die Energiewende hohe Priorität. Mit zwei neuen Förderprogrammen unterstützt der Freistaat den Ausbau ökologischer Energien. Die Förderprogramme "Nachhaltige Stromerzeugung durch Kommunen und Bürgeranlagen" sowie "Alte Lasten - Neue Energien" sind nun gestartet. Die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Melanie Huml, MdL, informierte heute auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Gesellschaft für Altlastensanierung in Bayern und der Regierung von Oberfranken die oberfränkischen Städte und Gemeinden, Landkreise und Abfallzweckverbände über die neuen Förderprogramme und deren Ausgestaltung.

Umweltstaatssekretärin Melanie Huml betonte dazu: "Die Energiewende gelingt nur, wenn wir gemeinsam handeln. Dazu brauchen wir die Beteiligten vor Ort. Mit zielgerichteten Förderprogrammen wollen wir zum einen Kommunen und Bürgern den Einstieg in eine regionale Energieerzeugung auf Basis von Ökoenergien erleichtern. Zum anderen wollen wir den Kommunen dabei helfen, das Ökopotential verloren geglaubter Flächen zu nutzen. Gerade alte Industrieflächen und stillgelegte Deponien sind günstige Standorte, um Solarenergie zu erzeugen."

Für die nachhaltige Stromerzeugung durch Kommunen und Bürgeranlagen stellt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit ab sofort 6 Millionen Euro für die Projektentwicklung zur Verfügung. Für die Durchführung des Programms in Oberfranken ist die Regierung zuständig. Regierungspräsident Wilhelm Wenning: "Die Bezirksregierungen sind als Mittelbehörde mit ihrer klassischen Bündelungs- und Koordinierungstätigkeit für eine Koordinierung der Energiewende geradezu prädestiniert. Dabei ist von vornherein klar, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen - und ganz wichtige Akteure sind hier die Kommunen und ihre Bürger." Gefördert werden können sowohl Anlagen der Kommunen, als auch Anlagen, die von Bürgern in privaten Gesellschaftsformen betrieben werden. Das Förderprogramm beinhaltet die finanziellen Aufwendungen für Vorprojekte, Machbarkeitsstudien und Rechtsberatungen.

Das zweite Förderprogramm bezuschusst den Bau von Photovoltaikanlagen auf Altlasten und stillgelegten Deponien. Brachliegende Industrie- und Deponieflächen sollen künftig vermehrt in neue Photovoltaik-Standorte umgewandelt werden. In einer Studie wurden Bayern weit 40 Deponie-Standorte, auf die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen untersucht. Die Untersuchung ergab, dass auf diesen Flächen Photovoltaikanlagen jährlich insgesamt rund 37 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen können. Damit könnten rund 10.000 Haushalte mit vier Personen mit Strom versorgt werden. Zudem könnten rund 65 Hektar stillgelegte Deponieflächen wieder sinnvoll genutzt werden.

Hier stehen jährlich 2 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen v.a. die höheren Planungs- und Baukosten abgemildert werden, wenn eine alte Deponie in einen neuen Solar-Standort umgewandelt wird. Betreut wird das Programm von der Gesellschaft für Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB), München.