Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 007/13
31.01.2013
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Über 65 Millionen Euro für die oberfränkische Wirtschaft im Jahr 2012

Die Regierung von Oberfranken hat im Jahr 2012 die oberfränkische Wirtschaft mit über 65 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt. Die Mittel hat im Wesentlichen das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie auf der Grundlage des vom Bayerischen Landtag beschlossenen Staatshaushalts bewilligt.

Den Schwerpunkt bildete die gewerbliche Wirtschaftsförderung. Mit rund 43,8 Millionen Euro wurden Investitionen von gewerblichen Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Fremdenverkehr unterstützt. Die Förderung beinhaltet in der Regel Zuschüsse für Investitionen in neue Gebäude und Maschinen. Förderschwerpunkt waren dabei die C-Fördergebiete nach der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" insbesondere in den Landkreisen Wunsiedel, Hof, Kronach und Kulmbach. "Mit den geförderten Investitionen konnten etwa 6.300 Arbeitsplätze gesichert und etwa 530 neu geschaffen werden. Das förderfähige Investitionsvolumen lag bei 242 Millionen Euro. An diesen Zahlen wird deutlich, dass durch die regionale Wirtschaftsförderung ein außerordentlich wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung in Oberfranken geleistet wird", betont Regierungspräsident Wilhelm Wenning.

Ebenfalls mit erheblichen Mitteln konnte die wirtschaftsnahe Infrastruktur einschließlich von Forschungsvorhaben unterstützt werden. Hierfür wurden insgesamt 13,35 Millionen Euro bewilligt. Ein Beispiel ist das in Hof und Arzberg angelaufene Projekt Smart Grid Solar. Das Konzept der Solarfabrik der Zukunft/Smart Grid City soll alle relevanten Komponenten der Stromerzeugung, des Stromtransports, der Energiespeicherung, des Energieverbrauchs, der dezentralen Einspeisung und der intelligenten Messtechnik umfassen. Das Projekt wird im Verbund mit der Energiewirtschaft und relevanten Unternehmen vom Bayerischen Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) koordiniert und durchgeführt. Die Förderung für die Aufbauphase beträgt 5,55 Millionen Euro. Ein weiteres Beispiel ist das Europäische Zentrum zum Dispergieren in Selb, dessen Aufbau mit rund 3,5 Millionen Euro unterstützt wurde. Hinzu kommt das Projekt "Kfz-Service-Engineering", das die Handwerkskammer gemeinsam mit der Universität Bayreuth und der Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation durchführt. Hierfür wurden knapp drei Millionen Euro als Zuschuss bewilligt. Außerdem erfolgten Zuwendungen für verschiedene Projekte an der Universität Bayreuth, an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Coburg und für den Aufbau des Fraunhofer-Zentrums für Hochtemperatur Leichtbau in Bayreuth-Wolfsbach.

Die Verbesserung der touristischen Infrastruktur wurde mit rund zwei Millionen Euro gefördert. So erhielt etwa die Stadt Bad Staffelstein zur Neugestaltung des Eingangsbereichs zum Kurgebiet einen Zuschuss von etwa 500.000 Euro.

Die überbetriebliche Aus- und Fortbildung durch die Handwerkskammer für Oberfranken sowie Ausstattungen und Modernisierungen von handwerklichen Schulungsstätten wurden mit gut zwei Millionen Euro unterstützt.

Für verschiedene bayerisch-tschechische Gemeinschaftsprojekte wurden darüber hinaus aus dem INTERREG IVa-Programm etwa 1,8 Millionen Euro bewilligt, für Regionalmanagement-Initiativen in Oberfranken etwa 560.000 Euro. Schließlich wurden im Jahr 2012 aus dem Arbeitsmarktfonds 1,975 Millionen Euro eingesetzt. Mit diesen Mitteln unterstützte die Regierung Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsstellensituation und des Übergangs von der Schule in den Beruf sowie Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung von Frauen.