Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 020/13
15.03.2013
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Bekämpfung waldschädlicher Insekten in Oberfranken - Regierung von Oberfranken erlässt Anordnung für die Jahre 2013 bis 2016

Die Regierung von Oberfranken hat für die Jahre 2013 - 2016 eine Anordnung zur Überwachung und Bekämpfung waldschädlicher Insekten erlassen. Ziel der Anordnung ist es, bei Nadelwäldern und nahegelegenen Holzlagerplätzen frühzeitig einen etwaigen Insektenbefall festzustellen und durch wirksame Bekämpfungsmaßnahmen eine Ausbreitung des Schädlingsbefalls zu verhindern.

So werden die Nadelwälder (Rein- und Mischbestände) sowie Holzlagerplätze, die weniger als 500 m von Nadelwäldern entfernt liegen und auf denen unentrindetes Nadelholz lagert, im gesamten Regierungsbezirk Oberfranken zu Gefährdungs- und Befallsgebieten erklärt. Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten sind aufgefordert, in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März mindestens einmal und in der Zeit vom 1. April bis 30. September im Abstand von vier Wochen das Holz auf Käferbefall zu kontrollieren. Die Überwachungspflicht erstreckt sich auf stehende Nadelbäume, liegen gebliebenes und aufgearbeitetes Nadelholz.

Bei festgestelltem Borkenkäferbefall sind die jeweiligen Eigentümer bzw. Nutzungsberechtigten angehalten, sofort das zuständige Amt für Landwirtschaft und Forsten (ALF) zu verständigen. Das ALF steht den Betroffenen beratend zur Seite.

Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung der Regierung können mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro belegt werden. Bei unterlassenen Bekämpfungsmaßnahmen können die Kreisverwaltungsbehörden die Ersatzvornahme auf Kosten des jeweiligen Waldeigentümers anordnen.