Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 043/13
03.05.2013
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Pilotprojekt Wohnraumförderung in Coburg;
Regierung von Oberfranken bewilligt 1,4 Millionen Euro für die Sanierung von Wohngebäuden in der Ketschenvorstadt in Coburg

Die intensive Arbeit der Wohnbau Coburg in der Stadterneuerung zahlt sich aus: Regierungspräsident Wilhelm Wenning hat heute in Coburg in Anwesenheit von Oberbürgermeister Norbert Kastner die Bewilligungsbescheide für die Sanierung denkmalgeschützter Wohngebäude in der Ketschenvorstadt an den Geschäftsführer der Wohnbau Stadt Coburg GmbH und der Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH, Willibald Fehn, übergeben. Konkret geht es um Förderdarlehen in Höhe von rund 1,4 Mio. Euro für insgesamt neun Wohnungen in den Anwesen am Albertsplatz2/Zinkenwehr 1 und am Albertsplatz 3.

Regierungspräsident Wenning: "Wohnungsbau muss sich auch außerhalb von Ballungszentren rechnen. Coburg ist eines von nur wenigen Pilotvorhaben in Bayern, das im Rahmen der neu aufgelegten Fehlbedarfsfinanzierung durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern mit einem zinsgünstigen Darlehen aus dem bayerischen Wohnungsbauprogramm durch die Regierung von Oberfranken gefördert wird. Mit der Aufnahme in das Pilotprogramm trägt der Freistaat dem besonderen Engagement der Stadt Coburg Rechnung, die zusammen mit ihrer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft kontinuierlich für eine lebendige und familiengerechte Innenstadt arbeitet."

Mit der Sanierung der beiden Bürgerhäuser Albertsplatz 3 und Albertsplatz 2/ Zinkenwehr 1 unternimmt die Stadt Coburg einen weiteren Schritt, um das kulturelle und bauliche Erbe der Stadt Coburg zu erhalten und eines der wesentlichen Erneuerungsziele im Sanierungsgebiet "Ketschenvorstadt", nämlich die Stärkung der Wohnfunktion, zu erreichen. In direkter Nachbarschaft zum Albertsplatz entstehen neun zeitgemäß modernisierte Wohnungen in unterschiedlichen Größen, die das Quartier in der Ketschenvorstadt wieder zu einem urbanen Ort für Jung und Alt werden lassen.

Regierungspräsident Wenning: "Mein Glückwunsch geht an die Stadt Coburg, die zusammen mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zielgerichtet an der Schaffung einer lebendigen und familiengerechten Innenstadt arbeitet."

Zahlen und Fakten

Koordiniert durch die Regierung von Oberfranken greifen die Fördermaßnahmen der Wohnraumförderung und der Städtebauförderung direkt ineinander.

Wohnraumförderung in Coburg

In den Jahren 2011 und 2012 sind rd. 3,2 Mio. Euro Wohnraumfördermittel aus dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm und dem Bayerischen Modernisierungsprogramm nach Coburg geflossen. In diesem Jahr wurden bereits 490.000 Euro für den Neubau Kuhgasse 2 in der Ketschenvorstadt bewilligt. Weitere Bewilligungen für Coburg sind 2013/14 vorgesehen - u.a. mit zusätzlichen Mitteln aus der aktuellen "Bayerischen Initiative Wohnungspolitik". Aus Coburg wurde bereits ein Antrag für 46 Wohneinheiten mit etwa zwei Mio. Euro Fördersumme angemeldet.

Städtebauförderung in Coburg

Allgemein
Für die städtebauliche Sanierung der Stadt Coburg kamen seit 1971 Städtebaufördermittel in Höhe von 30,4 Mio. Euro [förderfähige Kosten (ffK) 47,7 Mio Euro] zum Einsatz. Hieraus entfielen 1,1 Mio. Euro [ffK: 1,9 Mio. Euro] auf das zurückliegende Programmjahr 2012. Für das Programmjahr 2013 sind darüber hinaus Städtebaufördermittel in Höhe von 1,4 Mio. Euro [ffK: 2,3 Mio. Euro] eingeplant.

Ketschenvorstadt
In den Jahren 2009 bis 2012 kamen für die Sanierungsmaßnahmen in der Ketschenvorstadt Städtebaufördermittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro [60% zu förderfähigen Kosten von 3,8 Millionen Euro] zum Einsatz. Für das Programmjahr 2013 sind für Sanierungsmaßnahmen in der Coburger Innenstadt darüber hinaus Städtebaufördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro eingeplant. Diese sind insbesondere bestimmt für den Neubau der Quartierstiefgarage (weitere Finanzierungsrate) sowie für die Unterstützung privater Sanierungsmaßnahmen.