Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 075/13
30.07.2013
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Regierungspräsident Wilhelm Wenning übergibt Förderbescheid an die Stadt Kulmbach - 525.000 Euro für die "Wolfskehle"

Oberfrankens Regierungspräsident Wilhelm Wenning händigte heute für den Ausbau der Straße "Wolfskehle" in Kulmbach im Rahmen der Besichtigung der Baustelle einen Zuwendungsbescheid über 525.000 Euro an Oberbürgermeister Henry Schramm aus.

Die Stadt Kulmbach führt Verbesserungen beim Hochwasserschutz am Gewässer "Kohlenbach" durch und baut dort die Straße "Wolfskehle" auf eine Länge von rund 500 Metern aus.

"Mit diesem Ausbau schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Verkehrsverhältnisse auf der Straße werden genauso verbessert wie die Hochwasserverhältnisse", so Wenning.

Die veranschlagten Gesamtkosten betragen rund 3,5 Millionen Euro, wovon anteilig rund 1,1 Millionen Euro auf den Straßenbau entfallen. Bei einer Höhe der zuwendungsfähigen Kosten von rund 750.000 Euro für die Straßenbauarbeiten bedeutet der genehmigte Festbetrag in Höhe von 525.000 Euro einen Fördersatz von 70 %, der aus den Mitteln des Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (BayGVFG) bestritten wird. Dieser berücksichtigt die Bedeutung des Vorhabens, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt Kulmbach und das Interesse des Staates an dieser Baumaßnahme. Die Mittel stammen aus dem bayerischen Staatshaushalt und werden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt.

Der bisherige Ausbauzustand der Ortsstraße "Wolfskehle" entsprach nicht den Anforderungen an die heutigen bzw. künftigen Verkehrsverhältnisse. Die Straße war nicht frostsicher ausgebaut, wies Defizite bei der Entwässerung auf und neigte bei Starkregenereignissen zu Überflutungen. Die benachbarten Hangbereiche sind instabil und neigen zu Rutschungen. Der Straßenkörper zeigte daher große Schäden in Form von starken Verdrückungen und Rissen.

Die erneuerte Straße erhält eine Fahrbahnbreite von 5,5 Meter, einen frostsicheren Gesamtaufbau von 60 cm Stärke und einen 2,5 Meter breiten Gehweg. Zur Stabilisierung der angrenzenden beidseitigen Rutschhänge hebt die Stadt Kulmbach das Straßenniveau um bis zu 3 Meter an. Der Kohlenbach verläuft künftig in naturnaher Ausbildung neben der Straße. Im Straßenkörper liegt nach dem Ausbau ein Betonrohr mit einem Durchmesser von 1,7 Meter. Im Hochwasserfall nimmt dieses Rohr das anschwellende Wasser des Kohlenbaches auf und leitet es schadlos ab. Für die Teilmaßnahmen des Hochwasserschutzes in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro hat die Regierung von Oberfranken - Wasserwirtschaftsverwaltung im Hinblick auf die Förderung durch den Freistaat Bayern bereits im Februar diesen Jahres eine vorzeitige Baufreigabe erteilt, um einen schnellen Baubeginn zu ermöglichen. Die Maßnahme befindet sich seit März 2013 im Bau.