Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 076/13
30.07.2013
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Städtebauförderung;
Regierung von Oberfranken bewilligt weitere 472.000 Euro für den "Goldenen Löwen" in Weißenstadt

Die Wiedereröffnung des "Goldenen Löwen" als ein Haus für die Bürger im Stadtzentrum von Weißenstadt rückt in greifbare Nähe. Passend dazu übergab Regierungspräsident Wilhelm Wenning dem Ersten Bürgermeister der Stadt, Frank Dreyer, den abschließenden Bewilligungsbescheid über die Städtebauförderungsmittel. Die Stadt Weißenstadt erhält damit weitere 472.000 Euro aus der EU-Strukturfondsförderung 2013, Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung", Prioritätsachse: Nachhaltige Stadtentwicklung.

Zusammen mit dem 1. Teilbetrag von 2012 erhält Weißenstadt damit insgesamt über 1 Mio. Euro Städtebauförderungsmittel.

Das im Stadtzentrum befindliche Gasthaus "Goldener Löwe" war durch einen Brand zerstört worden. Die Stadt hatte das Gebäude 2008 mit dem Ziel der Revitalisierung und der Beseitigung eines eklatanten städtebaulichen Missstandes erworben. Die Planungen sehen vor, das Gebäude als öffentliches Bürgerhaus zu nutzen. Daneben wird im Erdgeschoss ein Tourismusbüro eingerichtet, das zugleich dem Fremdenverkehr der kommunalen Kooperation "Nördliches Fichtelgebirge" dienen soll.

"Die Sanierung dieses ortsbildprägenden Denkmals ist ein wesentlicher Schritt zur Aufwertung des Stadtzentrums und wird ein gutes Beispiel dafür sein, mit einer sinnvollen Nutzung Leerständen in unseren Stadtkernen zu begegnen. Starke Ortszentren sind unerlässliche Voraussetzung für eine positive Entwicklung der Städte und Gemeinden im Zeichen des demografischen Wandels", betont Regierungspräsident Wilhelm Wenning bei der Übergabe des Förderbescheides. Für die Bevölkerung von Weißenstadt, aber auch für umliegende Gemeinden und Gäste des "Nördlichen Fichtelgebirges" stellt es zukünftig einen touristischen Mittelpunkt dar. "Für den weiteren Ausbau der Tourismusinfrastruktur in Weißenstadt und Umgebung ist dies ein wichtiger und notwendiger Baustein", so der Regierungspräsident.

Um für das vormals durch Brand stark beschädigte Gebäude wieder eine öffentliche Nutzung zu ermöglichen, waren umfangreiche Arbeiten erforderlich. Ein wesentlicher Kostenfaktor waren die baulichen Maßnahmen zum Erhalt des denkmalpflegerisch wertvollen Bestandes. Bei Gesamtkosten in Höhe von rd. 1,5 Mio. Euro wurde dieser Mehraufwand für die Sanierung von der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mitfinanziert.