Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 087/13
10.09.2013
PDF-Version (73 KB)

Regierung von Oberfranken eröffnet Planfeststellungsverfahren für die 380/110-kV Stromleitung von der Landesgrenze Bayern/Thüringen zum Umspannwerk Redwitz a.d. Rodach

Das Planfeststellungsverfahren für den Stromleitungsneubau von der thüringisch-bayerischen Landesgrenze bei Weißenbrunn vorm Wald im Landkreis Coburg zum Umspannwerk Redwitz a.d.Rodach im Landkreis Lichtenfels kann eröffnet werden. Die Übertragungsnetzbetreiberin TenneT TSO GmbH als Antragstellerin hat alle erforderlichen Unterlagen für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens bei der Regierung von Oberfranken in Bayreuth vorgelegt. Die Regierung ist zuständig für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens.

Die geplante Energieleitung soll auf den Gebieten der Städte Coburg und Rödental, der Gemeinden Dörfles-Esbach, Grub a.Forst, Ebersdorf b.Coburg, Sonnefeld, Weidhausen b.Coburg, Michelau i.OFr. und Redwitz a.d. Rodach sowie der Märkte Marktzeuln und Marktgraitz verlaufen. Landschaftspflegerische Kompensationsmaßnahmen für das Vorhaben liegen zudem in der Gemeinde Ahorn.

In den kommenden Tagen wird die Regierung von Oberfranken die Planunterlagen an ca. 60 von der Baumaßnahme potentiell betroffene Stellen und Behörden sowie an die von der Stromleitung berührten zwölf Gemeinden verschicken. Diese Träger öffentlicher Belange haben dann Gelegenheit, sich zur Planung aus fachlicher Sicht zu äußern.

Parallel dazu werden im Anhörungsverfahren die umfangreichen Planunterlagen in 13 Aktenordnern für einen Monat in den betroffenen Gemeinden öffentlich zur allgemeinen Einsichtnahme für die Bürger ausgelegt. Die Bürger werden damit am Verfahren beteiligt und haben die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben.

Nähere Einzelheiten zu Ort und Zeit der öffentlichen Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen gegen die Planung zu erheben, geben die Gemeinden ortsüblich bekannt. Die vollständigen Planunterlagen sind zudem zeitgleich zur öffentlichen Auslegung auf der Internetseite der Regierung von Oberfranken unter der Adresse www.reg-ofr.de/ear auch elektronisch abrufbar.

Die rund 31 Kilometer lange Stromleitung als letzter Neubauabschnitt der so genannten Südwestkuppelleitung von Halle/Saale nach Schweinfurt soll teilweise die 110-kV-Leitung Coburg - Redwitz im Leitungsgestänge mitführen. Daher kann nach Inbetriebnahme des Leitungsneubaus die bestehende 110-kV-Leitung zwischen Dörfles-Esbach und dem Umspannwerk Redwitz a.d.Rodach auf einer Länge von rd. 21 Kilometern insbesondere zugunsten der betroffenen Wohnbevölkerung zurückgebaut werden.