Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 146/13
13.12.2013
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Regierung von Oberfranken bewilligt 360.000 Euro Städtebaufördermittel für ein neues Kulturzentrum in Neustadt b. Coburg

Gute Nachrichten für die Stadt Neustadt b. Coburg: Die Regierung von Oberfranken bewilligt für die Revitalisierung der Industriebrache der ehemaligen Druckerei Patzschke und deren Sanierung und Umbau zum Kulturzentrum "kultur.werk.stadt." als erste Teilrate 360.000 Euro aus dem Bayerischen Sonderprogramm der Städtebauförderung "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen". Der Fördersatz beträgt 80 Prozent.

"Ich freue mich", so Regierungspräsident Wilhelm Wenning, "dass es der Stadt Neustadt b. Coburg gelingt, die Chancen der städtebaulichen Konversion für ihre nachhaltige Entwicklung zu nutzen! Wenn sich eine langjährige Industriebrache zu einem neuen Zentrum für Bildung, Kultur und Kunst wandeln kann und dabei hervorragende Architektur entsteht, werden alle gewinnen: die Stadt, ihre Projektpartner, die Bürgerinnen und Bürger von Neustadt und ihre Gäste."

Die Kosten für die notwendigen Teilabbrüche, die anschließende Sanierung und den Umbau belaufen sich insgesamt auf rund 2,10 Millio-nen Euro, aus denen zunächst rund 1,20 Millionen Euro zur Förderung anerkannt wurden.

Mit dem Sonderprogramm "Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen" reagierte der Freistaat Bayern 2012 in der Städtebauförderung insbesondere auf die in Oberfranken zahlreichen innerörtlichen Brachflächen früherer Industriebetriebe. Hier gilt es, zeitgemäße und dauerhafte Nachnutzungen zu finden und diese städtebaulich und architektonisch qualitätvoll zu entwickeln. Bayernweit stehen in diesem Sonderprogramm 2013 Finanzhilfen in Höhe von 12 Millionen Euro bereit. Oberfranken erhält daraus rund 7,10 Millionen Euro für insgesamt 15 Projekte in 13 Städten und Gemeinden.

Das Sanierungsvorhaben ist eines der vorrangigen Impulsprojekte des städtebaulichen Rahmenplans "Innenstadt", der im Dezember 2012 durch den Stadtrat zur Umsetzung beschlossen wurde: Die "kultur.werk.stadt." soll maßgebender Motor für die Aufwertung des Bahnhofsquartiers und dessen Profilierung als Standort für Bildung, Kultur und Kreativität sein. Zur Vergabe der Planungsleistungen wurde im Herbst 2013 ein Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil ausgelobt, aus dem das Planungsbüro Kirfel, Gründer, Meibohm Architekten, Bedheim, als Sieger hervorgegangen ist.

Im Jahr 2012 stiftete die Erbin und Urenkelin des Erbauers Emil Patzschke der Stadt Neustadt b. Coburg die ehemalige Druckerei Patzschke zum Zwecke der Sanierung und Etablierung eines Ortes für Kunst und Kultur. Das sogenannte Patzschke-Areal ist eine langjährige Industriebrache mit historisch und städtebaulich wertvoller, jedoch seit Jahren leer stehender Unternehmervilla. Als Nachnutzung des Areals entwickelte die Stadt die Idee für das neue Kulturzentrum "kultur.werk.stadt", das zukünftig die Volkshochschule, die Grenzlandinformationsstelle, das städtische Kunstarchiv, Atelier-, Galerie- und Seminarräume unter einem Dach vereinen soll.