Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 149/13
18.12.2013
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Regierung von Oberfranken erlässt Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der hoch belasteten Fernverkehrsverbindung Bundesautobahn A 3 im Abschnitt "Aschbach bis östlich Schlüsselfeld"

Die Regierung von Oberfranken hat den Plan für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn (BAB) A 3 "Frankfurt-Nürnberg" im rund 10,5 Kilometer langen Abschnitt "Aschbach bis östlich Schlüsselfeld" festgestellt. Regierungspräsident Wilhelm Wenning übergab heute den druckfrischen Beschluss an den Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern Reinhard Pirner: "Im Verfahren wurden die verschiedenen Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Einwendungen von Privatpersonen und Gemeinden, bei denen es in der Mehrzahl um Belange des Lärmschutzes ging, sorgfältig geprüft und abgewogen", so Wenning.

Das Straßenbauvorhaben beginnt auf Höhe der Ortschaft Aschbach im Landkreis Bamberg und endet auf Höhe der Ortschaft Warmersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der Planfeststellungsabschnitt ist Teil des sechsstreifigen Ausbaues der BAB A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen. Im derzeit gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist dieser Abschnitt im "Vordringlichen Bedarf" enthalten.

Die BAB A 3 ist eine hoch belastete Fernverkehrsverbindung, über die der Verkehr aus dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet in den Ballungsraum Nürnberg und weiter über Regensburg nach Österreich und Ungarn bzw. über die BAB A 9 in Richtung München und weiter nach Österreich und Italien führt. Mit der Öffnung Osteuropas hat die Bedeutung der BAB A 3 erheblich zugenommen. Bei der Verkehrserhebung im Jahr 2005 wurde im Abschnitt zwischen dem AK Biebelried und dem AK Fürth/Erlangen eine durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge von 57.700 Kfz bis 76.300 Kfz ermittelt. Das Verkehrsaufkommen wird im Planfeststellungsabschnitt bis zum Jahr 2025 auf bis zu 72.800 Kfz/24 h ansteigen.

Durch die Überlastung des vorhandenen vierstreifigen Querschnittes der BAB A 3 kommt es immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Dabei weicht ein Teil des Verkehrs auf das untergeordnete Straßennetz aus. Zur Bewältigung des Transit- und Reiseverkehrs und zur Erhaltung und Stärkung der Infrastruktur der angrenzenden Wirtschaftsräume ist der Ausbau BAB A 3 dringend erforderlich.

Da die Maßnahme auch dem Lärmschutz dient, trägt sie zu einer deutlich spürbaren Verkehrslärmreduzierung in den bewohnten Gebieten entlang der Autobahntrasse bei. Für die Siedlungsbereiche von Heuchelheim, Rambach, Schlüsselfeld, Thüngfeld, Attelsdorf, Elsendorf und Warmersdorf sind aktive Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzwälle und -wände) vorgesehen.

Etwa in Höhe der Ortschaft Heuchelheim ist eine neue beidseitige Parkplatz- und WC-Anlage mit rund 75 Lkw- und 150 Pkw-Stellplätzen vorgesehen. Aufgrund von zahlreichen Einwendungen im Anhörungsverfahren wurde der nördlich der Autobahn gelegene Teil der Anlage um 200 Meter in Richtung Osten verschoben. Diese Anlage trägt dazu bei, das Stellplatzdefizit zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen zu verringern. Damit wird insbesondere den Berufskraftfahrern die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten ermöglicht.

Die voraussichtlichen Kosten der Baumaßnahme belaufen sich nach Angaben der Autobahndirektion Nordbayern auf rund 83 Millionen Euro.

Hinweis: