Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 010/15
26.01.2015
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Energiecoaching für Gemeinden in Oberfranken gestartet;
Projekt fördert Initialberatung zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen

Die bayerische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner gab vor kurzem im Landratsamt Bamberg den Startschuss für das Projekt "Kommunales Energiecoaching_Basis in Oberfranken". Das von der Regierung von Oberfranken im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie durchgeführte Projekt beinhaltet eine Initialberatung oberfränkischer Gemeinden zu eigenen Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Energiewende.

Bereits in den Jahren 2012 und 2013 hatte die Regierung von Oberfranken das Pilotprojekt "Energiecoaching für Gemeinden in Oberfranken" durchgeführt. Zielgruppe waren kleinere und mittlere Gemeinden, die bei dem Thema noch relativ am Anfang standen. Alle Beteiligten machten dabei ganz überwiegend positive Erfahrungen. In den Gemeinden wurden ungenutzte Potentiale für die Energieeinsparung identifiziert und viele neue Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende vor Ort angestoßen, insbesondere bei den eigenen Liegenschaften.

Auf dem Erfolg dieses Pilotprojekts setzt das nunmehr gestartete Projekt "Kommunales Energiecoaching_Basis in Oberfranken" auf. Von der kostenlosen Beratung können jetzt 36 weitere oberfränkische Gemeinden profitieren. Aus jedem der neun oberfränkischen Landkreise sind dabei Gemeinden vertreten. Energiecoach ist die Energieagentur Nordbayern mit Sitz in Kulmbach.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 15. Januar im Landratsamt Bamberg stellte Staatsministerin Ilse Aigner die wichtige Rolle der Gemeinden im Zusammenhang mit der Energiewende in den Mittelpunkt. Sie hob hervor, dass die Gemeinden erster Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger sind, sie sind Träger der Planungshoheit und darüber hinaus mit ihren kommunalen Liegenschaften Energieverbraucher sowie im Fall kommunaler Energieerzeugungsanlagen zum Teil auch Energieerzeuger. In vielen Gemeinden sind umfangreiche Potentiale für die Energieeinsparung, eine Steigerung der Energieeffizienz und Ausbaupotentiale für erneuerbare Energien vorhanden. Aufgabe des Energiecoaches wird es sein, die Gemeinden bei diesen Fragestellungen zu beraten.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion berichteten Erster Bürgermeister Timo Ehrhardt, Stadt Ludwigsstadt, und Erste Bürgermeisterin Sybille Pichl, Gemeinde Eckersdorf, über ihre Erfahrungen als Pilotgemeinden im Vorgängerprojekt "Energiecoaching für Gemeinden in Oberfranken". Landrat Hans Kalb, Landkreis Bamberg, stellte die vielfältigen Aktivitäten des Landkreises Bamberg im Zusammenhang mit der Energiewende vor. Der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Gemeindetages in Oberfranken, Erster Bürgermeister Egon Herrmann, Gemeinde Weißenbrunn bei Kronach, hob die zentrale Rolle der Gemeinden bei allen Diskussionen im Zusammenhang mit der Energiewende hervor. Wolfgang Böhm als Geschäftsführer der Energieagentur Nordbayern und Abteilungsdirektor Thomas Engel, Regierung von Oberfranken, erläuterten im Einzelnen, wie das "Energiecoaching_Basis in Oberfranken" ausgestaltet werden wird. Die maßgeblichen kommunalen Entscheidungsträger sollen dabei eng einbezogen werden. Thomas Engel appellierte in diesem Zusammenhang an die Gemeinden, den Energiecoach bei seiner Arbeit aktiv zu unterstützen.

Das Projekt läuft bis 31.03.2016.

StMin Ilse Aigner, MdL, zusammen mit den Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Gemeinden
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StMin Ilse Aigner, MdL, bei der Podiumsdiskussion. Links Landrat Hans Kalb, Landkreis Bamberg, rechts Abteilungsdirektor Thomas Engel, Regierung von Oberfranken
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