Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 029/16
25.02.2016
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Gemeinsam schneller Energie und Kosten sparen – die Bayerische Energieeffizienz-Netzwerk-Initiative tagte in Bayreuth

Rund 50 Vertreter oberfränkischer Unternehmen trafen sich in der Regierung von Oberfranken zur Gründung von regionalen Energieeffizienz-Netzwerken. Zu der Veranstaltung hatte die Bayerische Energieeffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i) eingeladen, eine gemeinsame Initiative der Spitzenorganisationen der bayerischen Wirtschaft und des Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Staatsministerin Ilse Aigner hatte hierfür im Herbst 2015 den Startschuss gegeben.

"Ich hoffe sehr, dass sich einige Netzwerke in Oberfranken dauerhaft etablieren" rief Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seiner Begrüßung zum Mitmachen auf, um gemeinsam Energie, Kosten und Zeit zu sparen.

Teilnehmer von Energieeffizienz-Netzwerken profitieren durch den energiefachlichen Austausch und erhalten darüber hinaus Unterstützung beim betrieblichen Energiemanagement. Ergebnisse aus zahlreichen Pilotnetzwerken zeigen, dass dadurch Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz deutlich schneller und wirtschaftlicher umgesetzt werden können, als dies im betrieblichen Alltag sonst der Fall ist.

Dies belegten auch die Erfahrungsberichte im Rahmen der oberfränkischen BEEN-i-Veranstaltung. Andreas Gerspacher von der Stiftung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz aus Karlsruhe koordiniert Energieeffizienznetzwerke in Baden-Württemberg. Sein Fazit: Teilnehmer steigern ihre Effizienz im Schnitt um 2,1 % pro Jahr und senken damit ihre Energiekosten doppelt so schnell wie Nichtteilnehmer.

Auch Uwe Wagenschwanz, Betriebsleiter der Federnfabrik Dietz GmbH in Neustadt bei Coburg, überzeugte die Teilnehmer von den Vorteilen eines Energieeffizienznetzwerkes. Sein Unternehmen nimmt an einem grenzüberschreitenden Netzwerk in Thüringen teil. In einem Zeitraum von drei Jahren konnte die Energieeffizienz um knapp 10 % gesteigert werden. Damit hat das Unternehmen rund 11 % an CO2-Emissionen eingespart.

Dr. Gerhard Seifert vom Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperatur-Leichtbau in Bayreuth stellte Hochtemperaturprozesse als thematischen Schwerpunkt der oberfränkischen Netzwerke vor und bot sich auch gleich als regionaler Netzwerkträger an. Die Netzwerkträger sollen als Impulsgeber und Moderatoren die Netzwerke begleiten und beleben. Als weitere potenzielle Netzwerkträger in Oberfranken stellten sich vor: Michael Eckardt, Werkleiter der Stadtwerke Rödental, das Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof, vertreten durch Anne-Christine Habbel, Dr. Wilhelm Völker vom Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg sowie Uwe Zschalig für die E.ON Energie Deutschland GmbH.

Hintergrund der bayerischen Initiative ist die Selbstverpflichtung der Wirtschaftskammern und zahlreicher Verbände mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesumweltministerium zur Errichtung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland bis zum Jahr 2020. Mit der Bayerischen Energieeffizienz-Netzwerkinitiative BEEN-i will der Freistaat Bayern zu einer erfolgreichen Umsetzung beitragen.

Weitere Informationen:

www.energie-innovativ.de/energieeffizienz/been-i

Internetauftritt der bayerischen initiative BEEN-i (wird derzeit erstellt)

www.bayern-innovativ.de/beeni/ansprechpartner