Regierung von Oberfranken

380/110-kV-Leitung
Landesgrenze Bayern/Thüringen - Redwitz a.d.Rodach

Gegenstand des Verfahrens

Im Rahmen des vorgesehenen Ausbaus der Energienetze wird eine neue 380-kV-Energieleitung von Halle/Saale nach Schweinfurt errichtet. Während die bisherigen Neubauteilabschnitte dieser Leitung von Halle kommend bereits errichtet bzw. genehmigt sind, steht die Genehmigung des Leitungsabschnitts zwischen Altenfeld in Thüringen und Redwitz a.d.Rodach in Oberfranken noch aus. Der oberfränkische Teil dieses Abschnittes wird von der TenneT TSO GmbH als der auch für Oberfranken zuständigen Übertragungsnetzbetreiberin für das 380-kV-Höchstspannungsnetz geplant.

Der rund 30 Kilometer lange Abschnitt zwischen der thüringisch-bayrischen Landesgrenze bei Weißenbrunn vorm Wald im Landkreis Coburg und dem Umspannwerk Redwitz a.d.Rodach im Landkreis Lichtenfels ist ein wichtiger Baustein der bundesweiten Netzplanung. Die Leitung, die auch unter dem Begriff "Thüringer Strombrücke" bekannt ist, ist von großer Bedeutung für die sichere Stromversorgung des süddeutschen Raums.

Das für die Zulassung des Vorhabens erforderliche Planfeststellungsverfahren ist mit Einreichung des Planfeststellungsantrages durch die TenneT TSO GmbH am 12.07.2013 eingeleitet worden. Nach Prüfung der Antragsunterlagen durch die Regierung als zuständiger Planfeststellungsbehörde wurde das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Das Anhörungsverfahren mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung wurde durch die Auslegung der Planunterlagen nach ortsüblicher Bekanntmachung in den betroffenen Gemeinden am 28.10.2013 abgeschlossen. Daneben wurden die so genannten Träger öffentlicher Belange am Verfahren beteiligt und zur Stellungnahme aufgefordert.

Es sind 238 Einwendungen von Privatpersonen und Vereinigungen, eine Masseneingabe mit 916 vorgedruckten Postkarten und 67 Äußerungen von Trägern öffentlicher Belange bei der Regierung eingegangen. Diese - teilweise sehr umfangreichen - Stellungnahmen und Einwendungen wurden unter Berücksichtigung der Erwiderungen der Vorhabenträgerin dazu detailliert geprüft und bearbeitet.

Die Regierung von Oberfranken kam nach einer umfangreichen Prüfung der für den Leitungsbau maßgeblichen öffentlich-rechtlichen Rechtsvorschriften und der betroffenen öffentlichen und privaten Belange zu dem Ergebnis, dass das Leitungsbauvorhaben unter Auflagen planfestzustellen ist. Am 21.01.2015 hat die Regierung von Oberfranken den Planfeststellungsbeschluss erlassen und der Vorhabenträgerin, der TenneT TSO GmbH, ausgehändigt. Die Vorhabenträgerin hat damit das Baurecht für die Freileitung erhalten. Der Planfeststellungsbeschluss enthält eine Vielzahl von Nebenbestimmungen, die sich z.B. auf den Natur- und Artenschutz, den Immissionsschutz, Belange der Land- und Forstwirtschaft und des Gewässer- und Bodenschutzes, auf Einzelheiten bei der Kreuzung von Verkehrswegen, zu beachtende Maßnahmen bei Kreuzungen mit anderen Leitungen und Versorgungseinrichtungen sowie die Bauausführung und die Inanspruchnahme privater Grundstücke beziehen. Die festgesetzten Nebenbestimmungen greifen die Forderungen einer Vielzahl von Einwendungen auf und tragen diesen Rechnung.

Der Planfeststellungsbeschluss wurde den durch den Leitungsbau unmittelbar Betroffenen zugestellt. Der Planfeststellungsbeschluss wird zudem zusammen mit einer Ausfertigung des festgestellten Plans in den Rathäusern der betroffenen Städte und Gemeinden (Stadt Coburg, Stadt Rödental, Gemeinde Dörfles-Esbach, Gemeinde Ebersdorf b.Coburg, Gemeinde Grub a.Forst, Gemeinde Sonnefeld, Gemeinde Weidhausen bei Coburg, Markt Marktgraitz, Gemeinde Michelau i.OFr., Markt Marktzeuln, Gemeinde Ahorn sowie Gemeinde Redwitz a.d. Rodach) in der Zeit vom 3. bis 16. März 2015 öffentlich ausgelegt werden.

(Stand: 03.03.2015)

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