
Um den Umweltpakt Bayern noch stärker in den Regionen zu verankern, startete der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Herr Dr. Marcel Huber am 05. März 2012 im Rahmen eines Festaktes den "Umweltpakt Bayern REGIONAL" mit dem Motto "Umwelt und Wirtschaft - Hand in Hand" in Oberfranken.
Dabei zeichnete der Minister 28 Unternehmen für ihr "langjähriges Engagement" aus und ernannte 7 Persönlichkeiten der Wirtschaft zu Umweltpakt-Botschaftern in Oberfranken, die von Unternehmer zu Unternehmer verstärkt für den Umweltpakt werben sollen. Darüber hinaus wurden 17 Unternehmen als neue Teilnehmer begrüßt, von den 10 ihre Umweltpakt Bayern Teilnehmerurkunde vom Minister überreicht bekamen.
In Oberfranken nehmen aktuell 460 Unternehmen mit über 45.400 Beschäftigen am Umweltpakt teil.
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Übergeordnetes Ziel des Umweltpaktes ist die Verbesserung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der heutigen und der künftigen Generationen. Entscheidend hierfür ist u. a. eine umweltverträgliche und wirtschaftlich stabile Entwicklung unserer oberfränkischen Unternehmen. "Immer mehr oberfränkische Unternehmen haben erkannt, dass umweltbewusstes Management nicht nur zu einer verbesserten Umweltbilanz des Betriebes führt, sondern auch Kostensenkung bzw. Entlastungen für das Unternehmen mit sich bringt. Verringerung von Gebühren, Reduzierung von Berichtspflichten und Verwaltungserleichterungen können hier wesentliche Anreize für Firmen bieten, sich im Umweltbereich intensiv zu engagieren. Wir setzen daher auf eine verstärkte Partnerschaft zwischen Staat und Wirtschaft. Eine Teilnahme am Umweltpakt Bayern sichert unseren Betrieben einen durch Wissensvorsprung garantierten Wettbewerbsvorsprung", betont Regierungspräsident Wilhelm Wenning.
Am 18. November 2010 unterzeichneten die Bayerische Staatsregierung und die Bayerische Wirtschaft, anknüpfend an die Erfolge der Umweltpakte vom 23. Oktober 1995, 23. Oktober 2000 und 25. Oktober 2005 zum vierten mal den Umweltpakt Bayern mit dem neuen Titel "Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz".
Den Umweltschutz auf der Basis von Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation zu stärken sowie marktwirtschaftliche Instrumente in der Umweltpolitik aufzugreifen, anstatt in erster Linie ordnungsrechtliche Maßnahmen anzuwenden, sind der Schlüssel für einen nachhaltigen Erfolg des Umweltpaktes. Die Wirtschaft soll von Seiten des Staates bei ihren Aktivitäten im Umweltschutzbereich effektiv unterstützt werden und spürbare Anreize für die Stärkung der Eigenverantwortung erhalten.
Schwerpunkte wurden bei den Themen Klima und Energie, Energieeffizientes Bauen und Sanieren, Energieeffizienz im Produktionsprozess, Alternative Antriebstechnologien und Elektromobilität, Umwelttechnik, Integrierte Produktpolitik (IPP) und Ressourceneffizienz sowie Managementsysteme gesetzt.
Viele oberfränkische Unternehmen sind oder waren bereits Mitglied im Umweltpakt Bayern, was das Bewusstsein für Ökonomie und Ökologie unserer Unternehmen widerspiegelt. Das große Interesse am Umweltpakt ist zum einen mit den Vollzugserleichterungen und zum anderen mit den Kostensenkungen zu erklären, die eine Teilnahme mit sich bringt.
"Immer wichtiger wird aber auch, dass das Qualitätssiegel "Umweltpakt" einen wichtigen Anreiz für neue Kunden darstellt. Von einem guten Unternehmen wird heute neben hoher Qualität bei Produkten und Dienstleistungen auch ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen erwartet. Dieser Trend hält unvermindert an. Künftig wird es den Kunden immer mehr darauf ankommen, dass ein beauftragtes Unternehmen sich nach ökologischen Kriterien ausrichtet und dies auch dokumentiert. Insoweit stellt die Umweltpakt-Plakette einen Werbeträger par excellence dar", betont Regierungspräsident Wilhelm Wenning.
Das Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und die Regierung von Oberfranken setzen in Zusammenarbeit mit den Vertretern der oberfränkischen Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken und zu Coburg, der Handwerkskammer für Oberfranken und der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. auf eine verstärkte Umweltpartnerschaft. Ziel ist es, die Inhalte des Umweltpaktes auf regionaler Ebene noch weiter bekannt zu machen und die vielfältigen Vorteile und Perspektiven einer Teilnahme am Umweltpakt aufzuzeigen. "Wir sind uns sicher, dass wir noch viele oberfränkische Firmen zur Teilnahme motivieren können", so der Regierungspräsident.
Bei der Regierung von Oberfranken wurde hierfür eine regionale Arbeitsgruppe für die Umsetzung des Umweltpaktes eingerichtet, die als Partner für unsere oberfränkischen Unternehmer fungiert: Mitglieder sind die oberfränkischen Wirtschaftskammern und -verbände sowie die Regierung von Oberfranken.
Hier finden Unternehmer fundierte Informationen über den Umweltpakt Bayern.
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