Regierung von Oberfranken

Kletterkonzepte

Naturverträgliche Lenkung des Klettersports

Foto Kletterer

Felslebensräume stellen letzte Reste einer nahezu unberührten, natürlichen Entwicklung von Flora und Fauna in der Kulturlandschaft dar. Sie sind im Bundesnaturschutzgesetz als Biotope gesetzlich geschützt (§ 30 BNatSchG). Es gilt diese besonderen Lebensstätten für kommende Generationen zu bewahren und zu entwickeln.

Naturschutzbelange und Sportklettern müssen sich aber nicht gegenseitig ausschließen. Der entstandene Kletterboom in den 80er Jahren erforderte allerdings dringend wirksame Regelungen zwischen den Erfordernissen des Naturschutzes als Allgemeinaufgabe und dem Wunsch einer kleinen Gruppe, die diese Natursportart ausüben wollte. Es war zu befürchten, dass die Belastungen dieser Felslebensräume so stark zunehmen, dass nachhaltige Schädigungen und Eingriffe in Lebensstätten gefährderter Arten zu erwarten waren.

Zur Großansicht Kletterplakette

Die Kletterkonzepte sollen deshalb

Die Zonierungen im Einzelnen:

Zone 1 kein Klettern zulässig,

Zone 2 Klettern nur auf bereits bestehenden Routen, keine Neurouten mehr zulässig,

Zone 3 unbeschränktes Klettern möglich, Neurouten sind möglich

Zusätzlich sind am Felsen oft kleine Zustiegs- und Durchgangssperrschilder zu beachten. Besonders wichtig sind die von den Kletterverbänden oder den Naturschutzbehörden vereinzelt angebrachten Hinweisschilder über Vogelbrut. Diese Hinweisschilder dienen der Sperrung eines Felsens vom 15.2. bis 15.7. des betreffenden Jahres und werden nur bei nachweislich festgestelltem Brutverhalten geschützter Greifvögel angebracht und nach Brutende wieder entfernt.

In stark besuchten Klettergebieten sind vereinzelt große Hinweistafeln zu der Kletterkonzeption des Gebietes zu finden. Hefte und Flyer geben zusätzlich Auskunft.

Nähere Hinweise zu den Kletterkonzepten und zu aktuellen Felssperrungen sind beim Deutschen Alpenverein und der IG Klettern zu erfahren.

Für die Naturparke "Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst" und "Fichtelgebirge" liegen folgende Kletterkonzepte vor:

Kletterkonzept im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst

  • Kletterkonzept "Oberes Wiesenttal mit Aufseßtal, Ailsbachtal, Pegnitztal"
  • Kletterkonzept "Unteres Wiesenttal"
  • Kletterkonzept "Oberes Trubachtal"
  • Kletterkonzept "Unteres Trubachtal"
  • Kletterkonzept "Leinleitertal"
  • Kletterkonzept "Betzenstein"
  • Kletterkonzept "Gößweinstein"
  • Kletterkonzept "Pottenstein"
  • Kletterkonzept "Bamberger Gebiete mit Kleinziegenfelder Tal und Seitentälern, Gebiet Krögelstein, Kainachtal, Paradiestal"
  • Kletterkonzept "Hersbrucker Alb" (im mittelfränkischen Gebietsanteil des Naturparks)
  • Kletterkonzept "Auerbach-Königstein-Krottenseer Forst" (im oberpfälzer Gebietsanteil des Naturparks)

Kletterkonzept im Naturpark Fichtelgebirge

  • Kletterkonzept "Naturpark Fichtelgebirge"

Die Kletterkonzepte sind einsehbar bei den beteiligten Gemeinden, bei den Naturpark-Verwaltungen, beim Deutschen Alpenverein und der IG Klettern sowie bei der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberfranken.

Weitere Informationen:

Ansprechpartner

Andreas Niedling
Sachgebiet 51
Tel.: 0921/604-1442
Fax: 0921/604-4442
E-Mail: Andreas Niedling