Regierung von Oberfranken

"Die Präsidenten - 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth"

Folder zur Ausstellung und zum Buch: Die Präsidenten - 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth

Eine Ausstellung des Staatsarchivs Bamberg

Präsidialbau um 1910

Am 30. Juni 1810 kam das preußische - kurzzeitig französische – Fürstentum Bayreuth durch Ankauf zum Königreich Bayern.
Die daraufhin gebildete Verwaltungseinheit "Mainkreis" war räumlich und institutionell die Grundlage des heutigen Regierungsbezirks Oberfranken. Bayreuth wurde zur Hauptstadt der Verwaltungseinheit "Mainkreis" - seit 1817 "Obermainkreis", seit 1838 "Oberfranken" - bestimmt und damit zum Sitz der Regierungsbehörde und ihrer Präsidenten.
Die Ausstellung "Die Präsidenten – 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth" sowie das begleitend erscheinende gleichnamige Buch beleuchten die 200-jährige Geschichte des Regierungsbezirks anhand der Biographien und Leistungen seiner 24 Präsidenten. Darüber hinaus wird die territoriale und behördliche Entwicklung des Regierungsbezirks erläutert.

Das Buch

Titel:Die Präsidenten - 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth, Bamberg 2010
Hrsg:Stefan Nöth / Klaus Rupprecht
ISBN:978-3-940804-02-0
VK:25,80 €
Verlag:Wissenschaftlicher Kommissionsverlag
Sigrid Strauß-Morawitzky
Alter Festplatz 14
96135 Stegaurach
Telefon:(09 51) 6 01 09 62
Telefax:(09 51) 6 01 09 61
E-Mail:verlag@wikommverlag.de
Internet:www.wikommverlag.de

Der Anlass

Urkunde

Wer in Oberfranken kennt heute noch die Namen von Melchior von Stenglein, Otto von Strößenreuther oder Dr. Ludwig Gebhard, obwohl Sie als Regierungspräsidenten die Geschicke Oberfrankens in schwierigen Zeiten mit Geschick und Tatkraft leiteten?

Dr. Ludwig Gebhard

Wer weiß schon, aus welchem Sammelsurium an früheren Territorien sich der heutige Regierungsbezirk Oberfranken zusammensetzt, obwohl bis heute deutlich unterschiedliche Konfessions-, Wirtschafts-, Sprach- und Mentalitätsräume in Oberfranken hervortreten?

Wer verbindet etwas mit der Tradition und der Bedeutung der Regierungsbezirke als Mittelbehörden und den Regierungspräsidenten als deren Leiter? Gerade Letztere sind es aber, die - obwohl zuvorderst mit der Umsetzung der Weisungen der Staatsregierung beschäftigt - "ihrem" Regierungsbezirk mit ihrer Persönlichkeit und ihrer Schwerpunktsetzung jeweils ein eigenes Profil verschaffen konnten und können.

Die Ausstellung "Die Präsidenten – 200 Jahre Regierung von Oberfranken in Bayreuth" sowie das begleitend erscheinende gleichnamige Buch verfolgen das Ziel, die 200-jährige Geschichte des Regierungsbezirks Oberfranken im Spiegel der Biographien seiner 24 Spitzenbeamten - der Generalkreiskommissäre und Regierungspräsidenten - zu beleuchten. Es werden jeweils deren beruflicher Werdegang erläutert und ihre besonderen Leistungen für den Regierungsbezirk hervorgehoben sowie ihr Wirken in Bezug zu den großen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungslinien des 19. und 20. Jahrhunderts gebracht. Zum besseren Verständnis werden einleitend Erläuterungen zur territorialen und behördlichen Entwicklung des Regierungsbezirks gegeben.

Melchior von Stenglein

Das Jahr 2010 bietet für die Ausstellung den idealen Anlass. Ende Juni 2010 jährt es sich zum 200. Mal, dass das preußische – kurzzeitig französische – Fürstentum Bayreuth durch Ankauf zum Königreich Bayern kam. Daraufhin bildete man 1810 eine Verwaltungseinheit, die räumlich wie institutionell Grundlage des heutigen Regierungsbezirks wurde, auch wenn dieser damals noch Mainkreis hieß und dessen Leiter Generalkreiskommissär genannt wurde.

Nicht zuletzt aufgrund geographischer Gesichtspunkte wurde Bayreuth zur Hauptstadt der damals Mainkreis – seit 1817 Obermainkreis, seit 1838 Oberfranken – genannten Verwaltungseinheit bestimmt und damit zum Sitz der Regierungsbehörde und ihrer Präsidenten.

Ausstellung und Buch wurden unter Mithilfe zahlreicher Historiker und Archivare federführend im Staatsarchiv Bamberg als dem für den Regierungsbezirk Oberfranken zuständigen Archiv erarbeitet. Es kommt damit nicht nur seinem historisch-politischen Bildungsauftrag nach, sondern macht die Öffentlichkeit zugleich auf einen seiner wichtigsten Bestände – die Aktenüberlieferung der Regierung von Oberfranken und seiner Vorgängerbehörden – aufmerksam.

Dr. Klaus Rupprecht, Staatsarchiv Bamberg

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