Regierung von Oberfranken

Rahmenbetriebsplan für die Gewinnung und Aufbereitung von Diabas im Tagebau "Koeditz", Gemeinde Köditz, Landkreis Hof durch die Firma Hartsteinwerke Hof GmbH, Köditz

Planfeststellungsbeschluss

Gegenstand des Verfahrens

Die Hartsteinwerke Hof GmbH betreibt seit 1959 in der Gemarkung Köditz, Landkreis Hof, einen Diabastagebau. Das Zentrum der Abbaufläche liegt ca. 1,2 km südlich der Gemeinde Köditz, ca. 1,4 km nordöstlich der Ortslage Epplas und ca. 1,5 km nordwestlich der Ortslage Wölbattendorf.

Die Rohstoffgewinnung erfolgte bis 2010 auf der Grundlage einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung. Seit Januar 2010 wird der Abbau über einen zugelassenen Hauptbetriebsplan gemäß Bundesberggesetz geregelt. Durch den nahezu vollständig in Anspruch genommenen Rohstoffvorrat innerhalb der Genehmigungsfläche ist zur Aufrechterhaltung der Produktionssicherheit gegenwärtig eine Erweiterung notwendig.

Aufgrund der Größe des Gesamtvorhabens mit einer bereits genehmigten Abbaufläche von ca. 14 ha, Betriebs- und Haldenflächen von ca. 13 ha sowie einer geplanten Erweiterungsfläche von ca. 12 ha erfüllt das Gesamtvorhaben die Kriterien des § 1 der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau).

Die Rohstoffgewinnung erfolgt vom bestehenden Tagebau aus schrittweise in östliche Richtung unter weiterer Auffahrung des vorhandenen Böschungssystems. Der mit der Erweiterung anfallende Abraum wird in ausgesteinten Bereichen des vorhandenen Tagebauaufschlusses verkippt. Ebenso die bisherige Abraumhalde Ost, die zurückgebaut wird.

Aufgrund des nach Aussteinung des Tagebaus bestehenden Massendefizits (keine Annahme und Einlagerung von Fremdmaterial) kann die ursprüngliche Geländemorphologie nicht wieder hergestellt werden. Es besteht nur die Möglichkeit, Teilbereiche des Tagebaus zu verfüllen. Dadurch kann lediglich im westlichen Teil (Standort der Tagesanlagen) ein Wiederanschluss an das umgebenden Gelände hergestellt werden. In den überwiegenden Teilen des Tagebaus wird die sich nach Abbauende einstellende Geländekontur erhalten bleiben.

Mit Einstellung der Wasserhaltungsmaßnahmen wird sich der Gebirgswasserspiegel regulieren und sich im Zeitraum von mehreren Jahren innerhalb der Tagebauhohlform Wasser sammeln. Im Ergebnis entsteht ein Gewässer, dessen maximaler Wasserstand sich voraussichtlich im Vorfluterniveau einstellen wird. Damit wird das Erscheinungsbild des verbleibenden, unverfüllten Bereichs des Tagebaus insofern verändert, als sich der Böschungsanteil über der Wasserfläche auf ca. 30 m Höhe reduziert.

Durch die Neugestaltung des Tagebauvorfeldes (Rückbau der betrieblichen Anlagen, Flächenentsiegelungen), Umgestaltung des Wegenetzes (abbaubegleitend) sowie sonstige Geländeregulierungen wird das verbleibende Tagebaugelände in die umgebende Landschaft eingepasst.

Das gesamte Tagebaugelände soll der Folgenutzung "Naturschutz" zugeführt werden. In kleineren Teilbereichen ist die künstliche Begründung (Initialpflanzung) von standortgerechten Laubgehölzen vorgesehen. Eine Waldbewirtschaftung soll aber nicht erfolgen. Das sich herausbildende Gewässer soll nicht als Bade- oder Angelgewässer dienen. Um die Zugänglichkeit zu erschweren, werden Wälle aus Grobschotter sowie Geländedepressionen angelegt, die temporär Wasser führen.

Antragsunterlagen

1. Pläne und Karten

2. Schallimmissionsprognose

3. Staubimmissionsprognose

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Andreas Grundmeier
Sachgebiet 26
Telefon: 0921/604-1388
Telefax: 0921/604-4388
E-Mail: Bergamt Nordbayern