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Landräte und Oberbürgermeister befassen sich mit der demografischen Entwicklung Oberfrankens – Oberfranken ist statistisch nachweisbar eine Zuzugsregion

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04.11.2019
Oberfranken ist statistisch nachweisbar eine Zuzugsregion. Das ist die Botschaft einer Dienstbesprechung mit den oberfränkischen Landräten und Oberbürgermeistern und dem Bayerischen Landesamt für Statistik, zu der die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, in das Demographie-Kompetenzzentrum nach Kronach eingeladen hatte.

Aktueller Anlass ist die in Kürze erscheinende und jährlich aktualisierte regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung des Bayerischen Landesamts für Statistik für die Landkreise und kreisfreien Städte.

Die Regierungspräsidentin begrüßte Dr. Thomas Gößl, den Präsidenten des Landesamts, und dankte für die Bereitschaft seiner Behörde, den Austausch mit der Regierung und den politischen Mandatsträgern zu suchen. Oberfranken ist eine attraktive Region zum Leben und Arbeiten. Das Image Oberfrankens zeichnet sich aus durch eine große Heimatverbundenheit, ein überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement und eine sehr hohe Lebensqualität, insbesondere für Familien. Die gebündelten Aktivitäten der bayerischen Staatsregierung und der Akteure vor Ort, der Politik, der Wirtschaft, der oberfränkischen Landkreise und Gemeinden zahlen sich aus, denn wir entwickeln uns positiv, stellte Regierungspräsidentin Piwernetz fest.

Die Referenten des Landesamts ergänzten, dass in allen oberfränkischen Landkreisen ein positiver Zuwanderungssaldo zu verzeichnen ist. Auch haben sich in allen neun Landkreisen und in den vier kreisfreien Städten die Prognosen der Bevölkerungsentwicklung im Ergebnis positiv verändert. Die Vertreter des Landesamtes erläuterten den Anwesenden die Methodik, Ergebnisse sowie den Nutzen aber auch die Grenzen von Bevölkerungsvorausberechnungen. Gewinnen bei den Binnen- und Außenwanderungen stehen dabei regelmäßig höhere Verluste aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung gegenüber, weil die Sterbefälle die Zahl der Geburten überschreiten. Dabei zeigte sich, dass vor allem Wanderungsbewegungen immer wieder durch externe Ereignisse beeinflusst werden, seien es Zuzüge von Schutzsuchenden, wirtschaftliche Entwicklungen oder bereits früher die Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Mitgliedstaaten. Für Oberfranken ist statistisch nachweisbar, dass die Einwohnerzahl aktuell geringere Verluste aufweist, als Prognosen der früheren Jahre angenommen haben. Auch für die Zukunft werden weitere Wanderungsgewinne prognostiziert.

Die Landräte und Oberbürgermeister stellten in der anschließenden Diskussion heraus, dass nicht allein demografische Daten, sondern auch gezielte Maßnahmen wie die Schaffung neuer hochklassiger Bildungseinrichtungen, aber auch Behördenverlagerungen und Unternehmensansiedlungen sowie Investitionen in vitale Innenorte und Wohnen wesentliche Bedeutung für die Entwicklung und Attraktivität einer Region haben.

Die jährlich aktualisierte Bevölkerungsvorausberechnung dient als Signal für Politik und Verwaltung, die so Trends und Entwicklungen in die richtige Richtung lenken können, betonte Dr. Thomas Gößl.

Die oberfränkischen Landräte und Oberbürgermeister trafen sich auf Einladung von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz am 4. November 2019 zu ihrer diesjährigen Herbst-Dienstbesprechung am Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken in Kronach.
Von links nach rechts: Landrat Dr. Oliver Bär, Hof; Landrat Christian Meißner, Lichtenfels; Regierungsvizepräsident Thomas Engel; Oberbürgermeister Norbert Tessmer, Stadt Coburg; Präsident des Bayerischen Landesamtes für Statistik Dr. Thomas Gößl; Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz; Landrat Dr. Karl Döhler, Wunsiedel i. Fichtelgebirge; Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Stadt Bayreuth; Landrat Klaus Peter Söllner, Kulmbach; Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Stadt Hof; Stv. Landrat Gerhard Wunder, Kronach; Landrat Sebastian Straubel, Coburg; Zweiter Bürgermeister Dr. Christian Lange, Stadt Bamberg; Ministerialrätin Sandra Brandt, Referatsleiterin "Demografie" am Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat; Stv. Landrat Rüdiger Gerst, Bamberg.
Foto: Christiane Odewald, ROFr. © | Format 3000x2000