Regierung von Oberfranken

Tiergesundheit - Tierseuchen

Aktuelles

Informationen zur Geflügelpest des Typs H5N8

23.02.2021
Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen vor dem Geflügelpestvirus – auch Vogelgrippe genannt – hat das Bayerische Umweltministerium bayernweit verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erlassen Allgemeinverfügungen, in denen abhängig von den konkreten örtlichen Gegebenheiten Maßnahmen, wie z.B. die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion vorgeschrieben werden.

Die einzelnen Biosicherheitsmaßnahmen können im Internetauftritt der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörde eingesehen werden.

Die Geflügelpest in Oberfranken

In Oberfranken hat das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Ende Januar in einem kleinen Hausgeflügelbestand in der Gemeinde Pottenstein (Landkreis Bayreuth) einen ersten Fall von Geflügelpest in einem Hausgeflügelbestand amtlich bestätigt. Am 22. Februar 2021 wurde bei einer verendeten Stockente am Röhrensee im Bayreuth ebenfalls das Geflügelpestvirus festgestellt. Es handelte sich dabei um einen Wildvogel. Der Tierbestand des Tierparks wird regelmäßig untersucht, um eine mögliche Übertragung auszuschließen.

Aufgrund des Ausbruchs der Geflügelpest in der privaten Hühnerhaltung im Landkreis Bayreuth wurden bereits am 2. Februar 2021 für den gesamten Landkreis sowie das Stadtgebiet Bayreuth Biosicherheitsmaßnahmen für kleine Betriebe sowie eine Stallpflicht für Geflügel per Allgemeinverfügung erlassen. Die Allgemeinverfügung ist auf der Website des Landkreises Bayreuth bzw. der Stadt Bayreuth veröffentlicht. Wegen der Nähe zum Landkreis Forchheim werden auch dort durch das Landratsamt entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Betriebe sind verpflichtet, die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten, um einen Eintrag in Hausgeflügelbestände zu verhindern.

Allgemeinverfügungen und weitere Informationen


Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst werden und Funde den lokalen Behörden gemeldet werden.


Pressemitteilungen


Weitere Informationen

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Informationen zur Blauzungenkrankheit

Tiergesundheitsgesetz

Das Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten und hat das Tierseuchengesetz damit abgelöst. Das TierGesG übernimmt im Hinblick auf die Bekämpfung von Tierseuchen bewährte Vorschriften, setzt aber verstärkt auch auf Prävention.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere Vorbeugemaßnahmen Regelungsgegenstand des Gesetzes sind, die der Erhaltung und Förderung der Tiergesundheit dienen, wurde der Titel des Gesetzes von Tierseuchengesetz in Tiergesundheitsgesetz geändert.

Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - FLI

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMEL. Es ist u.a. das nationale Referenzlabor für anzeige- und meldepflichtige Tierseuchen.

Krisenzentren

Zur Bekämpfung bestimmter schwerwiegender anzeigepflichtiger Tierseuchen wie z.B. Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe, Schweinepest etc. ist an der Regierung von Oberfranken ein Krisenstab eingerichtet, der beim Ausbruch dieser Seuchen aktiviert wird und die Bekämpfungsmaßnahmen im Regierungsbezirk koordiniert. Erster Ansprechpartner bei einem Verdacht auf Ausbruch einer Tierseuche ist aber zunächst das örtlich zuständige Veterinäramt.

Weitere Aufgaben der Bezirksregierung

Die Regierung von Oberfranken ist im Bereich des Tierseuchenrechts (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung - BmTierSSchV) zuständig für die Zulassung sowie laufende Überwachung von überregional tätigen Betrieben wie z.B. :

Ansprechpartner

Für Fachfragen steht Ihnen das Sachgebiet 54 (Verbraucherschutz, Veterinärmedizin) zur Verfügung:

Dr. Bernhard Hauser
Sachgebiet 54
Tel.: 0921/604-1915
Fax: 0921/604-4915
E-Mail: Dr. Bernhard Hauser
Dr. Michaela Brix
Sachgebiet 54
Tel.: 0921/604-1902
Fax: 0921/604-4902
E-Mail: Dr. Michaela Brix

Für Fragen rechtlicher Art steht Ihnen das Sachgebiet 55.2 (Rechtsfragen Gesundheit und Verbraucherschutz) zur Verfügung:

Frank Griebel
Sachgebiet 55.2
Tel.: 0921/604-1905
Fax: 0921/604-4905
E-Mail: Frank Griebel
Karin Hübschmann
Sachgebiet 55.2
Tel.: 0921/604-1917
Fax: 0921/604-4917
E-Mail: Karin Hübschmann