Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 051/16
28.04.2016
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Anwenderfabrik 'Oberfranken 4.0' erhält knapp 2 Millionen Euro Fördermittel

"Oberfranken präsentiert sich erneut als innovativer Technologie-Standort", freute sich Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz. Anlass war die Übergabe eines Zuwendungsbescheids der Regierung von Oberfranken über knapp 2 Millionen Euro an den Kanzler der Universität Bayreuth, Dr. Markus Zanner, und den Inhaber des Lehrstuhls für Umweltgerechte Produktionstechnik, Prof. Dr. Rolf Steinhilper.

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Oberfranken 4.0" baut der Lehrstuhl eine reale Anwenderfabrik auf. Hier können kleine und mittlere Unternehmen die Chancen der vierten industriellen Revolution -kurz "Industrie 4.0"- für sich entdecken, neue Technologien auf diesem Gebiet erlernen und durch innovative Lösungen die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz stellte heraus, dass mit diesem Projekt eine an den praktischen Bedürfnissen der Unternehmen orientierte Modellfabrik entstehe, die den Zugang zu "Industrie 4.0 – Technologien" vor allem für kleine und mittlere Unternehmen öffne. Das von Dr.-Ing. Stefan Freiberger geleitete Projekt läuft über insgesamt vier Jahre und wird auch von der Oberfrankenstiftung mit 1 Million Euro unterstützt.

Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden vom Bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zur Verfügung gestellt. Das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst setzt mit der Förderung eine EU-Förderinitiative um, die darauf gerichtet ist, den Technologietransfer zwischen Hochschulen sowie kleinen und mittleren Unternehmen zu verbessen. Im Rahmen der EFRE-Förderung können auch Projekte von Hochschulen unterstützt werden, in deren Mittelpunkt die Entwicklung branchenspezifischer Lösungen gemeinsam mit den Betrieben in der Region steht. Hierüber hatte das Staatsministerium auch in einer Pressemitteilung vom 27.04.2016 informiert.

Industrie 4.0 bezeichnet die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Die für Industrie 4.0 notwendige Automatisierungstechnik soll durch die Einführung von Verfahren wie Selbstdiagnose, Selbstkonfiguration und Selbstoptimierung intelligenter werden und die Menschen bei ihrer zunehmend komplexen Arbeit besser unterstützen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben viele bisher ungenutzte Möglichkeiten, die innovativen Technologien zu nutzen – beispielsweise durch eine umfassende Vernetzung von Maschinen und Anlagen, smarte Produkte und neue Serviceangebote. In der neuen Anwenderfabrik werden integrative Plattformen, Best-Practice-Lösungen und neue Technologien erarbeitet und für die mittelständischen Unternehmen erlernbar dargestellt.

Freuen sich über eine weitere Stärkung des Technologie-Standorts Oberfranken (von links): Dr. Markus Zanner, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Prof. Dr. Rolf Steinhilper und Abteilungsdirektor Thomas Engel bei der Übergabe des Förderbescheids

Freuen sich über eine weitere Stärkung des Technologie-Standorts Oberfranken (von links): Dr. Markus Zanner, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Prof. Dr. Rolf Steinhilper und Abteilungsdirektor Thomas Engel bei der Übergabe des Förderbescheids
Foto: Oliver Hempfling, ROFr. (Format 3000x2000 | 776 KB)