Regierung von Oberfranken

Pressemitteilung-Nr.: 078/17
03.08.2017
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Förderoffensive Nordostbayern: Regierung von Oberfranken übergibt den ersten Förderbescheid an gKU Winterling in Kirchenlamitz

Die Immobilien des ehemaligen Winterling-Konzerns werden an vier Standorten in Arzberg, Kirchenlamitz, Röslau und Schwarzenbach an der Saale umfassend saniert und umgebaut. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz hat den Förderbescheid für dieses Projekt an Cäcilia Scheffler, seit 2014 Vorstandsvorsitzende des gemeinsamen Kommunalunternehmens Winterling Immobilien (gKU Winterling) mit Sitz in Kirchenlamitz, übergeben. GKU Winterling wurde bereits 2013 als Anstalt des öffentlichen Rechtes der Bayerischen Kommunen Arzberg, Kirchenlamitz, Röslau und Schwarzenbach a. d. Saale gegründet. Zweck des Kommunalunternehmens ist es, die Immobilien des ehemaligen Winterling-Konzernes, zu erwerben, zu sanieren und zu verwerten und damit eine nachhaltige städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Standorte voranzutreiben.

Mit dem Förderbescheid werden Fördermittel in Höhe von 1.200.000 Euro für investive Sanierungs-, Rückbau- und Umbaumaßnahmen bei den Winterling-Standorten gewährt. Dies entspricht einem Fördersatz von 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Grundlage für diese Baumaßnahmen sind die für die vier Standorte entwickelten Master- und Businesspläne. Die Fördermittel stammen aus dem bayerischen Sonderprogramm "Förderoffensive Nordostbayern", das 2016 vom Bayerischen Ministerrat für einen Zeitraum von vier Jahren, beginnend 2017, beschlossen wurde. Ziel des Förderprogramms ist es, in Nordostbayern innerörtliche Leerstände zu beseitigen und Stadt- und Ortskerne aufzuwerten. Weitere Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung "Stadtumbau West".

Die Winterling Porzellan AG hatte 1999 Insolvenz angemeldet und im Jahr 2000 die Produktion stillgelegt. Die vier Kommunen Arzberg, Kirchenlamitz, Röslau und Schwarzenbach a. d. Saale schlossen sich daraufhin zusammen und erwarben mit Hilfe der Städtebauförderung die in den vier Gemeinden verbliebenen Immobilien mit insgesamt 233.151 m2 Grundstückfläche. Die Städtebauförderung hat diese modellhafte Kooperation mit initiiert und maßgeblich unterstützt. Zu den strategischen Aufgaben dieser interkommunalen Kooperation gehört die Reaktivierung dieser innenstadtnahen, großflächigen Industriebrachen und somit die Sicherung wettbewerbsfähiger und bedarfsgerechter Arbeitsstandorte und Arbeitsplätze.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz übergibt den Förderbescheid an Cäcilia Scheffler, seit 2014 Vorstandsvorsitzende des gemeinsamen Kommunalunternehmens Winterling Immobilien (gKU Winterling).

(Von links nach rechts: Petra Gräßel, Sachgebietsleiterin Städtebau bei der Regierung von Oberfranken, Hans-Peter Baumann, Bürgermeister von Schwarzenbach an der Saale, Thomas Schwarz, Bürgermeister von Kirchenlamitz, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Thorsten Gebhardt, Bürgermeister von Röslau, Stefan Göcking, Bürgermeister von Arzberg und Cäcilia Scheffler, Vorsitzende des gKU Winterling)
Foto: Magdalena Dziajlo © | Format 3000x2000

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