Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 111/18
02.11.2018
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Projekt 'Wasserschutzbrot' im Rahmen der 'Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Oberfranken' vorgestellt

In Oberfranken ist der Startschuss für den Verkauf von "Wasserschutzbrot" gefallen. Die Regierung von Oberfranken hat dazu alle Projektbeteiligten in die Bäckerei Seel nach Bamberg eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Regierungspräsidentin von Oberfranken, Heidrun Piwernetz, hat Projektmanagerin Nicole Nefzger vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) das Projekt erläutert. Anschließend berichteten Dr.-Ing. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg, sowie die beteiligten Landwirte, Müller und Bäcker über ihre vielversprechenden Erfahrungen, bevor das erste oberfränkische Wasserschutzbrot verköstigt wurde.

Die Initiative "Wasserschutzbrot" verbindet auf einzigartige Weise Wasserversorger, Landwirte, Müller und Bäcker für den Grundwasserschutz in Oberfranken. Das Prinzip dahinter ist einfach: Landwirte verzichten auf die letzte Stickstoffdüngung ihres Weizens. Dadurch verringert sich das Risiko der Nitrat-Auswaschung in das Grundwasser. Das grundwasserschonend angebaute Getreide wird in den beteiligten Mühlen separat gelagert und getrennt vermahlen. Anschließend gelangt dieses Mehl in der regionalen Vermarktung ausschließlich zu den an diesem Projekt beteiligten, handwerklichen Bäckereien, die daraus das Wasserschutzbrot backen. Da der Wasserschutz-Weizen durch den Wegfall der letzten Stickstoffdüngung einen etwas geringeren Eiweißgehalt besitzt, ist er aufwändiger zu verarbeiten. Dafür erhalten die Landwirte einen Ausgleich vom örtlichen Wasserversorgungsunternehmen.

Hintergrund:

Das Projekt "Wasserschutzbrot" ist Teil der "Aktion Grundwasserschutz – Sauberes Trinkwasser für Bayern", die von Unterfranken ausgehend, 2008 in Oberfranken ins Leben gerufen wurde. Nach erfolgreichen Testphasen für das Projekt "Wasserschutzbrot" seit dem Jahr 2014, bauen aktuell 16 Landwirte in Unterfranken und Oberfranken in fünf Wasserschutzgebieten auf ca. 130 Hektar Wasserschutz-Weizen an und verzichten auf die letzte Stickstoff-Gabe. Der Wasserschutz-Weizen wird in drei Mühlen verarbeitet und in 15 Bäckereien zu Brot gebacken. In Oberfranken haben fünf Landwirte aus dem Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke Bamberg in diesem Jahr erstmals Wasserschutz-Weizen angebaut. Die Wiesneth Mühle aus Pommersfelden, Landkreis Bamberg, hat diesen zu Wasserschutz-Mehl vermahlen. Und die Bamberger Bäckereien Seel und Kerling aus Bamberg backen ab jetzt das erste oberfränkische Wasserschutzbrot.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.wasserschutzbrot.de

Von links:
Landwirt Michael Schrüffer, Landwirt Leo Göller, Bäckermeister Michael Kerling, Müllerin Julia Wiesneth (Wiesneth Mühle), Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bäckermeister Alfred Seel
Von links:
Landwirt Michael Schrüffer, Landwirt Leo Göller, Bäckermeister Michael Kerling, Müllerin Julia Wiesneth (Wiesneth Mühle), Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bäckermeister Alfred Seel
Foto: Ida Pöhlmann © | Format 3000x2000
Von links:
Bäckermeister Michael Kerling, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bäckermeister Alfred Seel
Von links:
Bäckermeister Michael Kerling, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bäckermeister Alfred Seel
Foto: Ida Pöhlmann © | Format 3000x2000