Regierung von Oberfranken

Stellenangebote

Pressemitteilung-Nr.: 121/18
07.11.2018
PDF-Version (87 KB)

Wasserversorgung Untersteinach – Besprechungstermin in der Regierung von Oberfranken

Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit einwandfreiem Trinkwasser ist kommunale Pflichtaufgabe einer jeden Gemeinde. In der Gemeinde Untersteinach gibt es seit geraumer Zeit öffentliche Diskussionen darüber, ob zur Erfüllung dieser Aufgabe die eigene bestehende Wasserversorgung saniert oder ein vollständiger Anschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) erfolgen soll. Aus diesem Anlass fand heute in der Regierung von Oberfranken ein gemeinsamer Besprechungstermin statt. Das Gespräch diente dazu, die komplexe Situation zu erörtern, offene Fragen zu klären sowie Klarheit über die nächsten Schritte zu schaffen. Teilnehmer waren die Gemeinde Untersteinach, das Landratsamt Kulmbach, das Wasserwirtschaftsamt Hof, die FWO und die Regierung von Oberfranken. Folgende Ergebnisse sind nach dem Gespräch festzuhalten:

Die Wasserversorgung von Untersteinach wird derzeit durch den Brunnen Pressecklein und einen Teilbezug von der FWO sichergestellt. Sanierungsbedarf besteht sowohl in der Wassergewinnung, als auch im Leitungsnetz. Nach den gesetzlichen Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes hat die ortsnahe Wasserversorgung Vorrang vor einem Anschluss an eine Fernwasserversorgung, solange der eigene Brunnen die Versorgung quantitativ und qualitativ sowie mit vertretbarem Aufwand sicherstellen kann. Ungeachtet notwendiger Sanierungsmaßnahmen ist die Qualität des Wassers aus dem Brunnen Pressecklein gegeben, ebenso ist die Menge des vorhandenen Wassers (mindestens inkl. dem schon vorhandenen Anschluss an die FWO) ausreichend. Damit kommt es entscheidend auf die Frage an, ob der Aufwand für die Sanierung der vorhandenen ortsnahen Wasserversorgung vertretbar ist und damit letztlich auf den Kostenunterschied zwischen den diskutierten Varianten. Sollte sich die Gemeinde Untersteinach für eine Vollversorgung durch die FWO entscheiden und einen den wasserrechtlichen Vorgaben entsprechenden Antrag bei der FWO stellen, muss die FWO die Versorgung übernehmen.

Der Gemeinde wurde vor diesem Hintergrund empfohlen, im nächsten Schritt mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof noch offene Fragen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Förderungen nach den zum 01.11.2018 in Kraft getretenen Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas 2018), zu klären. Danach muss die Gemeinde dann selbst im Rahmen der wasserrechtlichen Vorgaben über ihre künftige Wasserversorgung entscheiden.