Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 039/19
10.05.2019
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Tag der Städtebauförderung:
Mehr Lebensqualität in Oberfranken – Kommunen präsentierten Projekte zur Stadtentwicklung

Mehr Lebensqualität in Oberfrankens Kommunen: Anlässlich des Tages der Städtebauförderung hat Heidrun Piwernetz, die Regierungspräsidentin von Oberfranken, in Arzberg die Bedeutung der Revitalisierung der Ortskerne für die Region unterstrichen: "Attraktive, lebendige Innenorte schaffen Aufenthaltsqualität für Jung und Alt, für alteingesessene Bewohner, Neubürger und Touristen. Guter Städtebau ist Standortmarketing im besten Sinne und ein wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaft. Gutes Bauen weist mit Mut und Zuversicht in die Zukunft."

Beim diesjährigen Tag der Städtebauförderung machten Kommunen im gesamten Bundesgebiet bereits zum fünften Mal auf die Chancen aufmerksam, die dieses Förderprogramm bietet. Auch in Oberfranken nutzten zahlreiche Kommunen die Gelegenheit, über aktuelle Maßnahmen und Planungen zu informieren, Erfolge zu präsentieren und die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen einzuladen. "Die Weiterentwicklung einer Stadt ist eine Daueraufgabe, die alle begeistern soll", sagte Regierungspräsidentin Piwernetz.

Neben der Städtebauförderung sind auch europäische Mittel, Mittel des Bundes im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms und der Oberfrankenstiftung eingesetzt. Als Förderagentur bündelt die Regierung von Oberfranken verfügbare Förderprogramme für ein Projekt oder Gebiet und sucht individuelle Lösungen gemeinsam mit den Kommunen.

Arzberg feierte am Samstag die Fertigstellung einer innerstädtischen Freianlage an der Rathausstraße, die als gelungenes Beispiel für die Beseitigung von Leerständen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie zur Stärkung und Belebung der Innenstadt gilt. Für dieses Projekt wurden Fördermittel in Höhe von 380.000 Euro aus dem Bund-/Länder-Städtebauförderungsprogramm Stadtumbau zur Verfügung gestellt.

In der 5300 Einwohner zählenden Stadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge zeigt sich der Erfolg der Städtebauförderung beispielhaft. Rund 15 Millionen Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes sind bislang für verschiedene Projekte in die Stärkung und Belebung Arzbergs geflossen.

In Arzberg entsteht aktuell mit Mitteln der Städtebauförderung auf dem Gelände der früheren Porzellanfabrik Schumann unter anderem ein Landschaftspark mit attraktiven Grünflächen als Spiel- und Erholungsort für Jung und Alt, behinderte wie nicht behinderte Menschen. "Diese Maßnahme vermittelt Arzberg einen weiteren starken Impuls", sagte die Regierungspräsidentin.

Darüber hinaus wird das Gelände zu einem ökologisch wertvollen Freiraum renaturiert, der – zusammen mit den noch vorhandenen Einzeldenkmälern des Gutshofs "Ökonomie", "Taubenhäuser" und "Schumann-Villa" – an die Industriegeschichte Arzbergs erinnert. Das Projekt wird mit EFRE-Mitteln und Geld aus der Förderoffensive Nordostbayern in Höhe von 1,71 Millionen Euro unterstützt. Die Revitalisierung des Industrieareals wird durch eine weitere wichtige Maßnahme flankiert. Die Lebenshilfe realisiert derzeit in einem Teil des Areals (5 ha) ein Projekt für ein Wohnheim mit Werkstatt für geistig behinderte Menschen, das durch Mittel der Wohnbauförderung und der Städtebauförderung unterstützt wird. Der Spatenstich für das Projekt erfolgte kürzlich.

In hohem Maße profitiert auch die Stadt Marktredwitz. Dort war die Regierungspräsidentin am Samstag bei der Enthüllung der Bautafel zur Maßnahme "Glasschleif" anwesend. Bei der ehemaligen Schleif- und Polierwerkshalle des Glaswerks Benedit & Söhne handelt es sich um ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung. Mit Unterstützung der Städtebauförderung und vieler weiterer Fördergeber wird das Gebäude, das zukünftig als Kultur- und Veranstaltungshalle genutzt wird, nun saniert. Die Gesamtkosten für die ersten Bauabschnitte betragen rund 4,6 Millionen Euro. Die Städtebauförderung unterstützt die Maßnahme mit Fördermitteln von EU und Land aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Förderoffensive Nordostbayern in Höhe von knapp 2,1 Millionen Euro.

Die Stadt Teuschnitz weiht am Sonntag den 1. Bauabschnitt zur Neugestaltung der Ortsmitte ein. Der neu entstandene Spielplatz bietet Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Altersgruppen und entstand unter intensiver Mitwirkung der Öffentlichkeit. Insbesondere Kinder und Jugendliche wurden bei der Planung und konkreten Ausgestaltung des Spielplatzes und des Jugendtreffes eingebunden. Die Neugestaltung der Ortsmitte basiert auf einem Planungswettbewerb, der 2015 durch die Stadt ausgelobt wurde. Der erste Bauabschnitt mit Spielplatz, Festplatz, Jugendraum und Kulturwiese umfasst Gesamtkosten in Höhe von fast 2 Millionen Euro, die die Städtebauförderung mit Finanzhilfen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem Bund-/Länder-Städtebauförderungsprogramm Kleinere Städte und Gemeinden unterstützt.

Regierungsvizepräsident Thomas Engel besuchte in Gundelsheim unter anderem die Büchereibaustelle und das Scheunenfest. In Litzendorf ließ sich Engel die neue Ortsmitte zeigen. Marion Resch-Heckel, Leiterin des Bereichs Planung und Bau bei der Regierung, nahm in Pegnitz an der Wiedereröffnung des Alten Rathauses teil und besuchte Ludwigstadt.