Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 080/19
31.07.2019
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Naturschutz in Oberfranken:
Managementpläne für die NATURA 2000-Gebiete 'Bruchschollenkuppen im Landkreis Coburg' und 'Röderbach-, Biberbach- und Schneybachtal'

Die Managementpläne für die NATURA 2000-Gebiete "Bruchschol-lenkuppen im Landkreis Coburg" und "Röderbach-, Biberbach- und Schneybachtal" liegen nun vor: Dr. Herbert Rebhan, Leiter des Sachgebiets Naturschutz an der Regierung von Oberfranken, hat die Managementpläne für die beiden NATURA 2000-Gebiete den Landkreisen Lichtenfels und Coburg sowie den beteiligten Kommunen Neustadt bei Coburg, Lichtenfels, Rödental, Sonnefeld und Ebersdorf übergeben. Auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg, das Wasserwirtschaftsamt Kronach, das Staatliche Bauamt Bamberg, die Bayerischen Staatsforsten Coburg und Rothenkirchen sowie die Fischereifachberatung des Bezirks erhielten jeweils einen Plan.

Bei den Kommunen, den Landratsämtern sowie beim AELF besteht für Interessierte ab sofort die Möglichkeit zur Einsichtnahme.

Der Managementplan leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung von NATURA 2000. In den beiden Plänen sind Maßnahmen dargestellt, die notwendig sind, um die Gebiete als europäisches Naturerbe in ihrem ökologisch guten Zustand zu erhalten. Hierzu gehören zum Beispiel die angepasste Bewirtschaftung der blütenreichen Wiesen und Weiden auf den Bruchschollenkuppen sowie die Förderung naturnaher Gewässer und Auwälder im Schneybachtal.

Das 105 Hektar große NATURA 2000-Gebiet "Bruchschollenkuppen im Landkreis Coburg" erstreckt sich entlang eines markanten Höhenzuges quer durch den östlichen Landkreis Coburg zwischen der Stadt Rödental und der Gemeinde Sonnefeld. Auf einer Länge von 12 Kilometern sind die von weitem sichtbaren Kuppen wie der Mönchrödener Weinberg, der Horeb bei Rothenhof, der Stiefvater bei Boderndorf, der Fechheimer Berg, der Plestener Berg und Plestener Spitzberg, der ehemalige Weickenbacher Steinbruch sowie der Gestungshäuser Weinberg Bestandteil des Gebiets. Charakteristisch sind die vielfältigen Lebensräume im Offenland. Die Bandbreite reicht dabei von orchideenreichen Magerrasen über blumenbunte Mähwiesen bis hin zu kleinflächigen Felsbändern mit einer typischen Felsspaltenvegetation.

Das 123 Hektar große NATURA 2000-Gebiet "Röderbach-, Biberbach- und Schneybachtal" erstreckt sich auf etwa neun Kilometer Länge zwischen Sonnefeld im Landkreis Coburg und Schney im Landkreis Lichtenfels. Charakteristisch für das Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet sind die ausgeprägten Fließgewässer-Lebensräume mit bachbegleitenden Weichholz-Auwäldern, die sich mit Hochstaudenfluren, Stillgewässern, Röhrichten, Feucht- und Nasswiesen und vereinzelt auch Flachland-Mähwiesen in einem eng verzahnten Mosaik abwechseln.

Eine Hauptaufgabe besteht nun darin, in Kooperation mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern vor Ort diese Lebensräume zu erhalten.

Die Managementpläne wurden im Auftrag der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberfranken zusammen mit den Unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Coburg und Lichtenfels, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg sowie der Fischereifachberatung erarbeitet. Bei mehreren Öffentlichkeitsterminen brachten sich Grundeigentümer, Bewirtschafter, Kommunen, Behörden und Verbände in die Planung ein.

Weitere Informationen zu NATURA 2000 unter:
www.reg-ofr.de/natura2000