Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 089/19
05.09.2019
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Neue Gewaltschutzkoordinatoren vorgestellt;
Wichtiger Schritt zur Verbesserung des Schutzes von Asylbewerbern

Die Regierung von Oberfranken hat Annika Becker und Stefan Engelke als Gewaltschutzkoordinatoren für die oberfränkischen Asylunterkünfte vorgestellt. Annika Becker wird im Bereich der staatlichen Unterkünfte im gesamten Regierungsbezirk und Stefan Engelke speziell in der ANKER-Einrichtung Oberfranken in Bamberg tätig sein.

Stellen für Gewaltschutzkoordinatoren hat der Freistaat Bayern in allen bayerischen Regierungsbezirken geschaffen. Er führt damit in erweiterter Form die Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften" fort. Diese war im Jahr 2015 gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und UNICEF ins Leben gerufen worden und ist mittlerweile ausgelaufen.

Die Gewaltschutzkoordinatoren stehen als zentrale Ansprechpartner vor Ort für Frauen, Kinder und andere besonders Schutzbedürftige zur Verfügung. So sollen gerade diese Personengruppen noch besser geschützt und das Zusammenleben der Menschen in den Unterkünften insgesamt noch sicherer gestaltet werden. Die Gewaltschutzkoordinatoren arbeiten eng mit ihren Partnern, also den ehrenamtlich tätigen Unterstützerkreisen, den Sozialverbänden und weiteren Behörden, zusammen. Ihre Aufgabe ist es außerdem, gemeinsam mit den untergebrachten Personen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konkrete Gewaltschutzkonzepte für die jeweilige Unterkunft zu erarbeiten.

Annika Becker (24) studierte Politik- und Sozialwissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Parallel dazu arbeitete sie als Werksstudentin für einen Bundestagsabgeordneten. Bis vor kurzem war sie im Landratsamt Rhein-Neckar in der Stabsstelle Integration tätig. Dort konzentrierte sie sich auf die Erstellung eines Integrationskonzeptes. Ihre Erfahrungen daraus möchte sie nun für die Erstellung eines Gewaltschutzkonzeptes für Oberfranken nutzen. "Wichtig für mich ist vor allem die Netzwerkarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen, die Ausarbeitung individueller Maßnahmen für die Unterkünfte, sowie die spätere Evaluation des Konzeptes", sagt sie.

Stefan Engelke (34) hat in den vergangenen vier Jahren in der Stationären Jugendhilfe gearbeitet und dort eine Wohngruppe mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen betreut. Zuvor war er unter anderem in der offenen Jugendarbeit des Jugendamtes der Stadt Nürnberg tätig: "Dort habe ich viel mit Familien mit Migrationshintergrund gearbeitet", sagt Engelke.

Die neuen Gewaltschutzkoordinatoren in Oberfranken, Stefan Engelke und Annika Becker.
Die neuen Gewaltschutzkoordinatoren in Oberfranken, Stefan Engelke und Annika Becker.
Foto: Kristian Gerhardt, RUFr. © | Format 3000x2000