Regierung von Oberfranken

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Pressemitteilung-Nr.: 091/19
06.09.2019
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Moderne Schullandschaft für die Schülerinnen und Schüler im Regierungsbezirk Oberfranken

Das neue Schuljahr 2019/2020 im Bereich der Grund- und Mittelschulen, der Berufsschulen und der Förderschulen ist gut vorbereitet.

Grund- und Mittelschulen

An Grund- und Mittelschulen stehen in Oberfranken gut 5.000 Lehrkräfte zur Verfügung, um den Pflichtunterricht und notwendige Förderangebote im vollen Umfang zu versorgen. Alle unbefristet eingestellten Lehrkräfte verfügen – wie in ganz Bayern – über eine abgeschlossene Lehramtsqualifikation. Für die Aufstockung der Mobilen Reserve stehen noch Kapazitäten für Angestelltenverträge zur Verfügung.

Die Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen haben sich in den letzten Jahren stabilisiert:

An den Grundschulen werden im kommenden Schuljahr 33.669 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon 8.182 Erstklässler. Die Eltern von rund 400 Schülerinnen und Schülern haben von den neuen Möglichkeiten des sogenannten Einschulungskorridors Gebrauch gemacht, d.h. ihre Kinder noch ein Jahr von der Schule zurückgestellt.

Die Mittelschule werden 15.844 Schülerinnen und Schüler besuchen. Knapp 4.000 befinden sich in ihrem letzten Schuljahr und streben einen der drei Abschlüsse an Mittelschulen an (Einfacher und Qualifizierender Mittelschulabschluss sowie Mittlerer Schulabschluss der Mittelschule). Mit diesen Abschlüssen und nach der intensiven Berufsvorbereitung in der Mittelschule stehen den Jugendlichen alle Wege in eine qualifizierte Berufsausbildung oder auch in weiterführende Schularten bis hin zum Studium offen. Aufgrund der fundierten Ausbildung und des Fachkräftemangels sind die Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule begehrte Kandidaten für Verwaltung, Unternehmen und Handwerksbetriebe.

Zum aktuellen Schuljahr konnten fast doppelt so viele Lehrkräfte in Oberfranken eine Planstelle zur Einstellung im Beamtenverhältnis auf Probe erhalten wie noch vor drei Jahren. Damit konnten auch viele Versetzungswünsche von Lehrkräften innerhalb des Regierungsbezirks erfüllt werden.

Über den Pflichtunterricht hinaus werden weiterhin Fördermaßnahmen zur Sprachförderung durch sogenannte "Drittkräfte", die insbesondere den Spracherwerb und die Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen unterstützen, organisiert. So können über die weiterhin bestehenden 25 Deutschklassen hinaus besonders Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund gefördert werden.

Alle beantragten Ganztagesangebote sind genehmigt. Gebundene Ganztagsklassen werden an 22 Grundschulen (68 Klassen plus zwei Deutschklassen) und an 38 Mittelschulen (153 Klassen plus sieben Deutschklassen) gebildet. Im Bereich des offenen Ganztagsangebots gibt es an 81 Grundschulen 379 Gruppen und an 68 Mittelschulen 124 Gruppen. Hinzu kommen an 79 Grundschulen insgesamt 345 Gruppen für die Mittagsbetreuung.

Förderschulen und Inklusion

Mehr Personal in den Förderzentren wird helfen, den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf noch besser gerecht zu werden.

16 Grund- und Mittelschulen haben sich in Oberfranken das "Profil Inklusion" gegeben und werden von den Förderzentren in ihrer Arbeit fachlich und personell unterstützt. Fünf dieser Förderzentren haben selbst einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das "Profil Inklusion" gelegt. Zudem stehen an allen neun Staatlichen Schulämtern unabhängige Beratungsstellen Inklusion für eine umfassende, vernetzende Elternberatung zur Verfügung.

An der Regierung von Oberfranken ist die Stabsstelle für Inklusion an beruflichen Schulen für ganz Bayern mit einer eigenen Fachmitarbeiterstelle integriert. Ziel ist die Heranführung und Integration von Menschen mit besonderen Bedarfen in den ersten Arbeitsmarkt.

Berufliche Schulen

Die oberfränkischen Berufsschulen bieten auch dieses Jahr ein breit gefächertes Spektrum zu den 14 möglichen Berufsfeldern von "Agrarwirtschaft" bis "Wirtschaft und Verwaltung". Hinzu kommen weitere Einzelberufe sowie Aus- und Weiterbildungsgänge an beruflichen Vollzeitschulen. 17 Lehrkräfte konnten für sogenannte Mangelfachrichtungen wie Metalltechnik, Elektrotechnik und Bautechnik für Oberfranken gewonnen werden.

Ausgeweitet wird das Beschulungsangebot des neuen Ausbildungsberufes Kaufmann/-frau im E-Commerce. Regierungsbezirksübergreifend wurde für Oberfranken, Unterfranken, Mittelfranken und die Oberpfalz im Rahmen der Hochschule dual die Einrichtung einer besonderen Fachklasse im Verbundstudium Kaufmann/-frau im E-Commerce durch das Kultusministerium am Standort Lichtenfels genehmigt.

Digitale Bildung

Die digitale Bildung wird weiter ausgebaut. Aus dem bayerischen Förderprogramm und dem neuen DigitalPakt Schule stehen in Oberfranken insgesamt 12,5 Millionen Euro an Fördermitteln für die weitere Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen zur Verfügung. Die Fördergelder sind vollständig beantragt und bewilligt.

Neben der Ausstattung steht die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte im Mittelpunkt. In Medienkonzepten dokumentieren alle Schulen die inhaltliche Umsetzung. Mit der Einführung des Pflichtfachs Informatik an Mittel- und Förderschulen wird ein neuer zusätzlicher unterrichtlicher Schwerpunkt gesetzt.

Schulbau

Der Freistaat Bayern fördert den Schulbau in erheblichem Umfang. Zahlreiche Neubau-, Renovierungs- und Sanierungsvorhaben werden von der Regierung von Oberfranken mit staatlichen Mitteln bezuschusst.

Derzeit werden im Bereich der öffentlichen Schulen in Oberfranken 86 Generalsanierungen und 18 Teilsanierungen von Schulgebäuden und Sportanlagen staatlich gefördert. Hierfür stehen heuer 40,9 Millionen Euro an Haushaltsmitteln und Verpflichtungsermächtigungen zur Verfügung.

Im Sonderprogramm KIP-S (Kommunalinvestitionsprogramm-Schulinfrastruktur) können in Oberfranken für die Jahre 2019 – 2023 insgesamt 67,4 Millionen Euro für Teilsanierungen, Modernisierungen sowie, insbesondere bei Sporthallen, auch Neubau- und Ersatzneubauten für 80 Maßnahmen bewilligt werden. Derzeit läuft auch noch die Abwicklung des Vorgänger-Programms KIP (Kommunalinvestitionsprogramm), in dem die Förderung kommunaler Schulbaumaßnahmen einen Schwerpunkt neben anderen bildete. Hier sind für 36 Maßnahmen an oberfränkischen Schulen, die bis 2020 fertiggestellt sein müssen, Fördermittel von insgesamt 18,7 Millionen Euro eingeplant.

Für 15 Baumaßnahmen an privaten Schulen stehen in Oberfranken im Jahr 2019 staatliche Fördermittel nach dem Bayerischen Schulfinanzierungsgesetz in Höhe von insgesamt ca. 1,36 Millionen Euro zur Verfügung.

Für zukünftige Schulbaumaßnahmen in Oberfranken wurden im laufenden Jahr 2019 26 schulaufsichtliche Genehmigungen für Neu-, Um- und Erweiterungsbauten erteilt. Für solche Maßnahmen in der Planungsphase hat die Regierung im gleichen Zeitraum 50 Raumprogramme zur Feststellung der schulisch notwendigen Raumbedarfe erstellt.

Zu allen angesprochenen Punkten finden Sie ausführliche Informationen und Erklärungen mit einem Statistikteil als zusätzlichen Service im Anhang dieser Presseerklärung.