Regierung von Oberfranken

Stellenangebote

Pressemitteilung-Nr.: 102/19
02.10.2019
PDF-Version (87 KB)

Abgestorbene Obstbäume als wertvolle Biotope erhalten

Unter der anhaltenden Trockenheit haben in Oberfranken nicht nur die Wälder, sondern auch viele Obstbäume gelitten. In der freien Landschaft, aber auch in Gärten sind nicht wenige sogar abgestorben.

Die Höhere Naturschutzbehörde möchte darauf aufmerksam machen, dass auch abgestorbene Obstbäume wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel, Fledermäuse, Moose und Pilze bieten. Denn: Totes Holz ist voller Leben!

Mit etwas Toleranz für stehendes Totholz kann jeder einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Belohnt wird man mit dem baldigen Besuch von Buntspecht, Meisen & Co, die zur Nahrungssuche kommen.

Wo es geht, sollte zumindest der Hauptstamm als Torso, der oft noch jahrelang standfest ist, erhalten bleiben. In dessen Nähe ist eine Neupflanzung möglich.

Die Erhaltung und Pflege von Streuobstbeständen in der freien Landschaft wird über das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) finanziell gefördert. Fördermittel gibt es auch für die Neupflanzung von Obstbäumen in der freien Landschaft über die Landschaftspflege-Richtlinie (LNPR). Auskunft dazu erteilt die Untere Naturschutzbehörde am zuständigen Landratsamt oder der kreisfreien Stadt.

'Biotop Obstbaum'
"Biotop Obstbaum"
Foto: Gerhard Bergner, ROFr. © | Format 3000x2000

'Biotop Obstbaum'
"Biotop Obstbaum"
Foto: Gerhard Bergner, ROFr. © | Format 3000x2000