Regierung von Oberfranken

Grundschulen

Grundschule

Das Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) definiert die Grundschule und ihren Bildungsauftrag wie folgt:
Die Grundschule schafft durch die Vermittlung einer grundlegenden Bildung die Voraussetzungen für jede weitere schulische Bildung. Sie gibt in Jahren der kindlichen Entwicklung Hilfen für die persönliche Entfaltung. Um den Kindern den übergang zu erleichtern, arbeitet die Grundschule mit dem Kindergarten zusammen.

Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen 1 bis 4. Sie vereinigt alle Schulpflichtigen dieser Jahrgangsstufen, soweit sie nicht eine Förderschule besuchen.

Weitere Informationen zu einzelnen Grundschulen finden Sie im Bereich Grund- und Mittelschulen unter Schulen in Oberfranken

Erziehung und Unterricht

Die aktuell gültigen Lehrpläne für die Grundschule finden Sie auf den Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung im Bereich Grund- und Hauptschule über den Menüpunkt Lehrpläne/Standards.

Ansprechpartner bei Grundschulfragen

Alexander Wunsch
Sachgebiet 40.1
Tel.: 0921/604-1369
Fax: 0921/604-4369
E-Mail: Alexander Wunsch

Offene Ganztagsangebote an Grundschulen

Offene Ganztagsangebote haben sich in den weiterführenden Schularten sehr bewährt. Auch im Grundschulbereich zeichnete sich in den vergangen Jahren eine deutliche Nachfrage nach offenen Ganztagsangeboten ab.

Daher haben die Staatsregierung und die kommunalen Spitzenverbände im Rahmen des „Ganztagsgipfels“ am 24. März 2015 vereinbart, dass das Angebot des Offenen Ganztags an Grundschulen, nach der vorausgegangen Erprobung während der Pilotphase im Schuljahr 2015/16, nun auch zum Schuljahr 2016/17 in den Jahrgangsstufen 1-4 eingeführt werden kann.

Damit steht im Bereich der Grundschulen eine weitere Form der ganztägigen Bildung und Betreuung neben gebundenen Ganztagsschulen, Mittagsbetreuungen und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. Horte) zur Verfügung.

Die Offene Ganztagsschule in der Grundschule soll Schulen, Kommunen und Eltern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, passgenaue sowie bedarfsgerechte ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote realisieren zu können.

Im Anschluss an den Unterricht findet somit ein verlässliches Nachmittagsangebot statt. Man unterscheidet drei Formen:

Die Schüler werden im Anschluss an den regulären Unterricht klassen- und jahrgangsstufenübergreifend betreut. Mittagsverpflegung, verlässliche Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedene Freizeit- und Förderangebote runden das Angebot ab.

Informationen zur Weiterentwicklung der Ganztagsangebote finden Sie unter folgendem Link unter dem Punkt "Unterlagen und Broschüren":

Gebundene Ganztagsgrundschule

Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten in allen Schularten ist ein vorrangiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung und stellt einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar. Er ermöglicht nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern und Erziehungsberechtigten, sondern trägt auch zu mehr Chancengerechtigkeit und individueller Förderung für die Schüler bei.

Unter dem Begriff der "Ganztagsschulen" werden in Bayern Schulen verstanden, bei denen ein durchgehend strukturierter Aufenthalt in der Schule an mindestens 4 Wochentagen von täglich mehr als 7 Zeitstunden bis grundsätzlich 16.00 Uhr für die Schüler verpflichtend ist, die vormittäglichen und nachmittäglichen Aktivitäten der Schüler in einem konzeptionellen Zusammenhang stehen und der Unterricht in einer Ganztagsklasse erteilt wird.

Der Pflichtunterricht ist auf Vormittag und Nachmittag verteilt. Über den ganzen Tag hinweg wechseln Unterrichtsstunden mit Übungs- und Studierzeiten und sportlichen, musischen und künstlerisch orientierten Fördermaßnahmen. Es werden auch Freizeitaktivitäten angeboten.

Gebundene Ganztagsschulen unterbreiten zusätzliche unterrichtliche Angebote und Fördermaßnahmen, u. a.:

In der gebundenen Ganztagsschule werden überwiegend Lehrkräfte und Förderlehrkräfte eingesetzt, aber auch externe Honorarkräfte, etwa für die Betreuungen der Mittagszeit sowie für Freizeitgestaltung, Sportangebote etc.. Der gesamte Tagesablauf wird von der Schule organisiert.

Über die Einrichtung von gebundenen Ganztagsschulen entscheidet der Staat im Rahmen seiner Ausbauplanungen. Er finanziert sie auch. Die Eltern übernehmen die Kosten für das Mittagessen.

Umfassende Informationen zu allen Fragen rund um Ganztagsschulen erhalten Sie auf der vom Staatsministerium eingerichteten Seite:

"Zeit für dich" (www.ganztagsschulen.bayern.de)

Mittagsbetreuung an Grundschulen

Die Mittagsbetreuung kann als sozial- und freizeitpädagogisch ausgerichtetes Betreuungsangebot im Anschluss an den Vormittagsunterricht bei Bedarf an Grund- und Förderschulen eingerichtet werden. Sie gewährleistet eine verlässliche Betreuung der Kinder nach dem Unterrichtsende bis etwa 14.00 Uhr oder sogar darüber hinaus. Die Trägerschaft der Mittagsbetreuung liegt bei einem freien Träger oder bei der Kommune.

Die Einrichtung und Ausgestaltung erfolgt im Zusammenwirken mit der Schulleitung. Den Schülerinnen und Schülern soll die Gelegenheit geboten werden, sich zu entspannen, allein oder mit anderen zu spielen, kreativ zu sein und soziales Verhalten zu üben. Das Anfertigen von Hausaufgaben ist nicht verpflichtend vorgesehen, kann aber auf freiwilliger Basis zum Betreuungskonzept des jeweiligen Trägers gehören.

Unter denselben Voraussetzungen kann auch eine verlängerte Mittagsbetreuung angeboten werden. Diese ermöglicht aber zusätzlich eine Betreuung am Nachmittag bis mindestens 15.30 Uhr und ist stets mit einer verlässlichen Hausaufgabenbetreuung verbunden.

Neu ab dem Schuljahr 2012/2013 ist die Möglichkeit, für die verlängerte Mittagsbetreuung einen erhöhten Fördersatz je Gruppe und Schuljahr zu erhalten, wenn bestimmte zeitliche und qualitätsbezogene Voraussetzungen erfüllt sind. Neben der ohnehin für die verlängerte Mittagsbetreuung bestehenden Voraussetzung, dass eine verlässliche Hausaufgabenbetreuung stattfindet, muss eine verlängerte Betreuungszeit bis grundsätzlich 16.00 Uhr gewährleistet sein, Gelegenheit zu einem Mittagessen gegeben werden sowie vom Träger ein mit der Schulleitung abgestimmtes pädagogisches Konzept für die Betreuungsangebote vorgelegt werden. Darüber hinaus ist in einem zeitlichen Umfang von mindestens vier Zeitstunden pro Woche ein Lern- und Förderangebot, ein musisch-kreatives Angebot oder ein Sport- und Bewegungsangebot für die Gruppe einzurichten. Letztere Voraussetzung muss nicht erfüllt sein, wenn die Gruppe an einer Förderschule eingerichtet ist.

Jede Gruppe der Mittagsbetreuung oder verlängerten Mittagsbetreuung (auch mit erhöhter Förderung) kann auf Antrag im Rahmen der bereit gestellten Haushaltsmittel eine staatliche Förderung erhalten, wenn sie eine Betreuung der Kinder möglichst an jedem Schultag, mindestens jedoch an vier Schultagen pro Unterrichtswoche, im Anschluss an den Unterricht bis zum Ende der je nach Art der Mittagsbetreuung erforderlichen Mindestbetreuungszeit gewährleistet, während eines ganzen Schuljahres besteht und aus mindestens 12 Schülerinnen und Schülern besteht.

Die Kosten für die Mittagsbetreuung und verlängerte Mittagsbetreuung werden im Regelfall gemeinsam von Staat, Kommunen und Eltern getragen.

Aufgrund der großen Unterschiede bei den Betreuungszeiten, den Qualifikationen der Betreuungskräfte, der Gruppengrößen und der möglichen kommunalen Zuschüsse kann die Höhe der Elternbeiträge nicht einheitlich bestimmt werden. Sie werden vom jeweiligen Träger vor Ort festgelegt und den Eltern mitgeteilt.

Ansprechpartnerin für offene und gebundene Ganztagsschulen und Mittagsbetreuung

Jutta Zeitlmann
Sachgebiet 40.2
Tel.: 0921/604-1446
Fax: 0921/604-4446
E-Mail: Jutta Zeitlmann

Eine Aufgabe aus dem vielfältigen Tätigkeitsbereich des Koordinators für Ganztagsbetreuung ist die Beratung der Schulleitung bzw. der Verantwortlichen für den Ganztagesbereich.

Dabei geht es sowohl um die Begleitung bei der Planung einer Neueinrichtung als auch um die Klärung von Fragen, die sich aus dem laufenden Ganztagesbetrieb ergeben.

Wir Koordinatoren sehen uns als Unterstützer der jeweiligen Schulen. Das Angebot erfolgt aus diesem Grund unbürokratisch und auf freiwilliger Basis. Alle Inhalte werden von den Koordinatoren vertraulich behandelt.

Falls individuelle Beratung gewünscht wird, ist die Koordinatorin für den Bereich der Grund-, Mittel- und Förderschulen an der Regierung von Oberfranken erreichbar.

Für Gymnasien und Realschulen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden MB-Dienststellen.

Art und Umfang der weiteren Beratung ergeben sich nach erfolgtem Erstkontakt.

Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zu Angeboten in den Grundschulen finden Sie auf unseren Internetseiten und unter www.schule-oberfranken.de über folgende Links: