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EU-Förderung für Schaubergwerk Gleißinger Fels

27. April 2018

Die Montanstiftung Nordostbayern im Fichtelberg erhielt von der Regierung von Oberfranken europäische Fördermittel für das grenzübergreifende Projekt Tor ins Erdinnere. Das Projekt mit einer Laufzeit von 2018 bis 2020 wird von der EU aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Programm Ziel ETZ Freistaat Bayern–Tschechische Republik 2014-2020 mit insgesamt bis zu 1,26 Millionen Euro gefördert, wie dem entsprechenden Zuwendungsbescheid der Regierung von Oberfranken zu entnehmen ist. Dies entspricht einem Fördersatz von 85 %.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz bei der Übergabe des Förderbescheids an José-Ricardo Castro-Riemenschneider, Vorstandsvorsitzender der Montanstiftung Nordostbayern und Projektleiterin Lucie Mantel
von links: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz bei der Übergabe des Förderbescheids an José-Ricardo Castro-Riemenschneider, Vorstandsvorsitzender der Montanstiftung Nordostbayern und Projektleiterin Lucie Mantel:
Es handelt sich um ein wegweisendes Projekt zur Erschließung, Aufwertung und Vernetzung von einigen der wertvollsten geologischen und montanhistorischen Denkmälern des bayerisch-böhmischen Grenzgebiets. Es führt die regionale Identität (Bergbau und Geologie) des Fichtelgebirges und seiner Nachbarregion vor Augen und wird zu einer europaweiten Bekanntheitssteigerung des Gebietes führen. Nur durch Kooperation und Vernetzung der beteiligten Akteure entsteht dieser gemeinsame Mehrwert.
Foto: Wolfgang Traßl, Regierung von Oberfranken ©

Im Zentrum des Projekts steht auf bayerischer Seite der Umbau des Eingangsgebäudes zum historischen Silbererzbergwerk Gleißinger Fels. Hier wird ein modernes Begegnungs- und Besucherzentrum entstehen, in dem Ausstellungen über Geologie, Bergbauhistorie, und Sehenswürdigkeiten beiderseits der Grenze zur Tschechischen Republik präsentiert werden. Auch die Bergwerkseinrichtungen unter Tage werden saniert. Sie erhalten unter anderem eine neue Elektroinstallation und eine Effektbeleuchtung.

Videoclips und Animationen werden die jeweiligen geologischen Prozesse im Rahmen eines grenzüberschreitenden Themenwegs an verschiedenen Orten verdeutlichen. Ein Programm mit grenzübergreifenden Ausflügen und Wanderungen zu geologisch bedeutsamen Lokalitäten im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet für verschiedene Zielgruppen, insbes. Kinder und Jugendliche, auch Schulklassen, runden das Angebot ab.

Die tschechischen Partner der Montanstiftung, die Städte Cheb (Eger) und Franzensbad, werden parallel dazu attraktivitätssteigernde Maßnahmen am derzeit noch nicht begehbaren historischen Forschungsstollen Kammerbühl -ein Ort, an dem bereits Goethe Untersuchungen am Vulkangestein vorgenommen hatte- , bei einem Felsaufschluss am Skalka-Stausee und im Naturschutzgebiet Soos durchführen.

Hintergrund

Die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ist ein Ziel im Rahmen der EU-Strukturförderung, das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird. Für die Umsetzung grenzübergreifender Projekte zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik stehen in der Förderperiode 2014-2020 Fördermittel in Höhe von 103 Millionen Euro aus dem EFRE zur Verfügung. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen "Forschung, technologische Entwicklung & Innovation", "Umweltschutz und Ressourceneffizienz", "Kompetenzen und Bildung" sowie "Nachhaltige Netzwerke und institutionelle Kooperation". Aktuell sind 78% der zur Verfügung stehenden Mittel bereits für Projekte gebunden.

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