Wildtiermanagement Große Beutegreifer
Aktives Wildtiermanagement hat zum Ziel, dass Menschen und Wildtiere möglichst gut miteinander leben können. Dazu werden Maßnahmen ergriffen, um Konflikte und Probleme, die durch Wildtiere verursacht werden können, zu vermeiden oder zu verringern. Wichtige Aufgaben sind die Information der Öffentlichkeit, die Vorbeugung und Verringerung von Schäden, die Beobachtung von Wildtierbeständen sowie der Schutz wildlebender Tierarten und ihrer Lebensräume. Die Maßnahmen werden fachlich fundiert geplant und an die jeweiligen Situationen angepasst.
In Bayern waren die großen Beutegreifer, Wolf, Luchs und Bär, für mehr als 150 Jahre nicht präsent. Durch die aktuelle Rückkehr der großen Beutegreifer nach Bayern ergibt sich die Notwendigkeit eines aktiven behördlichen Wildtiermanagements.
An der höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Oberfranken ist das Wildtiermanagement im Sachgebiet 51 – Naturschutz –für das Management der großen Beutegreifer zuständig und steht bei sämtlichen Fragen zur Thematik zur Verfügung.
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Das Vorkommen des Luchses konzentriert sich in Bayern vor allem im Bayerischen Wald und erstreckt sich nach Norden über den Oberpfälzer Wald und den Steinwald bis nach Oberfranken, wo neben einer etablierten Population im Fichtelgebirge auch im Frankenwald vereinzelt Luchse vorkommen. Der Luchs ist eine streng geschützte Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz und dem Anhang IV der europäischen FFH-Richtlinie. Die Art befindet sich in einem schlechten Erhaltungszustand. Entsprechend gilt es das Vorkommen des Luchses zu sichern und stetig zu verbessern. Hier kommt Bayern aufgrund des vorhandenen Luchsbestands sowie seiner geografischen Lage hinsichtlich der Vernetzung bestehender Luchspopulationen in Deutschland und Europa eine besondere Rolle zu.
Die Aufgaben der höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Oberfranken im Wildtiermanagement zum Luchs umfassen neben der Öffentlichkeitsarbeit den Artenschutz durch Unterstützung von Monitoring-, Forschungs- und Schutzprojekten sowie die Vermittlung der Beratung zum Herdenschutz und bei möglichen Ausgleichszahlungen. Hierbei arbeiten wir außerhalb der behördlichen Strukturen mit Verbänden und Vereinen sowie der Öffentlichkeit zusammen.
Das Luchsmonitoring wird in Bayern federführend vom Landesamt für Umwelt (LfU) durchgeführt. Entsprechend können alle möglichen Hinweise auf das Vorkommen von Luchsen in Bayern an die Fachstelle des LfU gemeldet werden: Tel.: 09281 / 1800 4640 (täglich 10:00 bis 16:00 Uhr), E-Mail: fachstelle-gb@lfu.bayern.de oder per Onlineformular. Die wissenschaftliche Begleitung der Rückkehr des Luchses nach Bayern erfolgt durch die Hochschule Weihenstephan Triesdorf.
Bei erwiesenen Nutztierrissen durch Luchse können betroffene Tierhaltende von der „Ausgleichsregelung Große Beutegreifer“ Gebrauch machen. Für Fragen zum Herdenschutz (z. B. Zaunbau) und finanzieller Förderung von Herdenschutzmaßnahmen stehen die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus) zur Verfügung.
Vielfältige Informationen zum Luchs in Bayern sind in Form von Fragen und Antworten im FAQ-Luchs des Landesamts für Umwelt kompakt zusammengestellt.
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Mit der Änderung des Bundesjagd- und des Bundesnaturschutzgesetzes am 2. April 2026 liegt die Zuständigkeit für das behördliche Wolfsmanagement weitgehend bei den unteren Jagdbehörden und nicht mehr bei der Naturschutzverwaltung.
Bis auf Weiteres werden neben einer Übersicht von Wolfsnachweisen in Bayern auch weiterführende Informationen zum Wolf durch das Landesamt für Umwelt bereitgestellt. Zur grundlegenden Information hinsichtlich der Verbreitung und Entwicklung, wie auch dem Monitoring von Wölfen in Deutschland, mit vielen Hintergrundinformationen, Karten und Statistiken, dient die offizielle Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf.
Hier unsere Pressemitteilungen zum Thema aus der Vergangenheit:
- PM 120/25: Wolfsterritorium im Fichtelgebirge https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/2025/pm120/index.html
- PM 03/25: Die Paarungszeit der Wölfe hat begonnen https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/2025/pm003/index.html
- PM 13/24: Verhaltensregeln bei Begegnungen mit Wölfen https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/2024/pm013/index.html
- PM 06/23: Begegnung mit einem Wolf – wie verhalte ich mich richtig? https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/2023/pm006/index.html
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Etablierte Braunbärenpopulationen kommen im südlichen und östlichen Ausland vor. In seltenen Fällen werden einzelne Tiere im Bayerisch-Österreichischen Grenzgebiet festgestellt, somit ist das Vorkommen von Bären in Oberfranken momentan unwahrscheinlich. Zu Bären in Bayern stellt das Landesamt für Umwelt weiterführende Informationen bereit: FAQ-Bär.
