Tiergesundheit

Geflügelpest
Afrikanische Schweinepest
Blauzungenkrankheit


Aktuelles

Icon GefluegelpestGeflügelpest (Aviäre Influenza)

Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen vor dem Geflügelpestvirus – auch Vogelgrippe genannt – hat das Bayerische Umweltministerium bayernweit verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erlassen Allgemeinverfügungen, in denen abhängig von den konkreten örtlichen Gegebenheiten Maßnahmen, wie z.B. die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion vorgeschrieben werden. [mehr...]


Tierseuchenbekämpfung

Die Gesundheit von Tieren zu erhalten sowie Tierseuchenbekämpfung sind Gemeinschaftsaufgaben des Staates und der Tierhalter und bilden die Basis einer leistungsfähigen Landwirtschaft und der Produktion sicherer Lebensmittel. Trotz großer Fortschritte der Wissenschaft in der Diagnostik, Vorbeugung und Bekämpfung, stellen Tierseuchen ein hohes Gefahrenpotential für die Tierbestände und die menschliche Gesundheit dar. Aufgabe der Tierseuchenbekämpfung ist es, durch entsprechende Maßnahmen die Tiergesundheit zu fördern und zu erhalten, Tierseuchenausbrüchen vorzubeugen bzw. diese effizient zu bekämpfen.

Informationen zur Geflügelpest

Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen (Wild-)Vögeln, die durch hoch pathogene Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursacht wird. Die Infektionskrankheit befällt bevorzugt Hühnervögel und Puten, aber auch Wassergeflügel wie zum Beispiel Enten und Gänse. Die Geflügelpest – auch "Vogelgrippe" genannt – ist eine Tierseuche, welche bei Einschleppung in Haus- und Nutzgeflügelbestände hohe Verluste verursachen kann und deshalb frühzeitig Maßnahmen erfordert.

Weiterführende Informationen

Informationen zur Geflügelpest
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz


Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

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© taviphoto - stock.adobe.com

Nach Brandenburg ist auch in Sachsen bei Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest festgestellt worden. Das Tier wurde in der Nähe zur polnischen Grenze im Landkreis Görlitz erlegt. Die Seuchenfeststellung erfolgte am 31. Oktober 2020. Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest laufen auf Hochtouren. Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und zu verhindern, dass diese sich ausbreiten kann.

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

"Nach der ersten Feststellung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen wies Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber darauf hin, dass Bayern die Vorbereitungsmaßnahmen noch einmal intensiviert: 'Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst. Wir stehen aktuell in engem Kontakt mit dem Bund und den betroffenen Bundesländern. Unser Ziel ist es, die anderen Länder bei Bedarf aktiv zu unterstützen, um die Tierseuche vor Ort schnellstmöglich einzudämmen.' [...] Im Rahmen der Unterstützung für Sachsen wurden von Bayern rund 25 Kilometer mobile Zäune zur Verfügung gestellt. Feste Wildschutzzäune werden in Bayern entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik auf einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern errichtet. Die Umsetzung erfolgt durch die Autobahnmeistereien."

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website des StMUV

Neuauflage Rahmenplan zur Bekämpfung der ASP

Um die Behörden vor Ort bestmöglich bei deren Vorbereitungen auf den Seuchenfall zu unterstützen, wurde der bayerische "Rahmenplan Afrikanische Schweinepest" neu aufgelegt und an die aktuelle Lage angepasst: Rahmenplan ASP


Informationen zur Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease – BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.

Weiterführende Informationen

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
FAQs zur Blauzungenkrankheit
Informationen für Tierhalter und Tierärzte (LGL)


Tiergesundheitsgesetz

Das Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten und hat das Tierseuchengesetz damit abgelöst. Das TierGesG übernimmt im Hinblick auf die Bekämpfung von Tierseuchen bewährte Vorschriften, setzt aber verstärkt auch auf Prävention.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere Vorbeugemaßnahmen Regelungsgegenstand des Gesetzes sind, die der Erhaltung und Förderung der Tiergesundheit dienen, wurde der Titel des Gesetzes von Tierseuchengesetz in Tiergesundheitsgesetz geändert.

Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit – FLI

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMEL. Es ist unter anderem das nationale Referenzlabor für anzeige- und meldepflichtige Tierseuchen.

Krisenzentren

Zur Bekämpfung bestimmter schwerwiegender anzeigepflichtiger Tierseuchen wie z.B. Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe, Schweinepest etc. ist an der Regierung von Oberfranken ein Krisenstab eingerichtet, der beim Ausbruch dieser Seuchen aktiviert wird und die Bekämpfungsmaßnahmen im Regierungsbezirk koordiniert. Erster Ansprechpartner bei einem Verdacht auf Ausbruch einer Tierseuche ist aber zunächst das örtlich zuständige Veterinäramt.

Weitere Aufgaben der Bezirksregierung

Die Regierung von Oberfranken ist im Bereich des Tierseuchenrechts (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung – BmTierSSchV) zuständig für die Zulassung sowie laufende Überwachung von überregional tätigen Betrieben wie z.B. :

  • EG-Viehmärkten und Sammelstellen zum Verbringen von Klauentieren oder Einhufern nach anderen Mitgliedsstaaten
  • EG-Händlerställen
  • EG-Besamungsstationen
  • Embryotransfereinrichtungen
  • Fischhaltungsbetrieben