Tiergesundheit

Geflügelpest
Afrikanische Schweinepest
Blauzungenkrankheit


Aktuelles

Icon AspAfrikanische Schweinepest

Im sächsischen Landkreis Meißen wurde bei erlegten Wildschweinen Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt. Der Erlegungsort liegt ca. 60 Kilometer westlich der bisherigen Fälle und ca. 150 Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt. [mehr...]

 

Icon GefluegelpestGeflügelpest (Aviäre Influenza)

Zum Schutz der bayerischen Geflügelhaltungen vor dem Geflügelpestvirus – auch Vogelgrippe genannt – hat das Bayerische Umweltministerium bayernweit verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erlassen Allgemeinverfügungen, in denen abhängig von den konkreten örtlichen Gegebenheiten Maßnahmen, wie z.B. die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion vorgeschrieben werden. [mehr...]


Tierseuchenbekämpfung

Die Gesundheit von Tieren zu erhalten sowie Tierseuchenbekämpfung sind Gemeinschaftsaufgaben des Staates und der Tierhalter und bilden die Basis einer leistungsfähigen Landwirtschaft und der Produktion sicherer Lebensmittel. Trotz großer Fortschritte der Wissenschaft in der Diagnostik, Vorbeugung und Bekämpfung, stellen Tierseuchen ein hohes Gefahrenpotential für die Tierbestände und die menschliche Gesundheit dar. Aufgabe der Tierseuchenbekämpfung ist es, durch entsprechende Maßnahmen die Tiergesundheit zu fördern und zu erhalten, Tierseuchenausbrüchen vorzubeugen bzw. diese effizient zu bekämpfen.


Informationen zur Geflügelpest

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Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen (Wild-)Vögeln, die durch hoch pathogene Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursacht wird. Die Infektionskrankheit befällt bevorzugt Hühnervögel und Puten, aber auch Wassergeflügel wie zum Beispiel Enten und Gänse. Die Geflügelpest – auch "Vogelgrippe" genannt – ist eine Tierseuche, welche bei Einschleppung in Haus- und Nutzgeflügelbestände hohe Verluste verursachen kann und deshalb frühzeitig Maßnahmen erfordert.

 


Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virale Infektionskrankheit. Sie betrifft ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine). Die Übertragung erfolgt entweder direkt von Tier zu Tier oder indirekt z.B. über kontaminierte Gegenstände. Insbesondere Speiseabfälle aus nicht gegarten Schweineprodukten (z. B. Salami, Schinken) stellen eine mögliche Infektionsquelle dar. Eine Übertragung auf andere Tiere, wie zum Beispiel Hunde, findet nicht statt.
Für den Menschen ist das Virus ungefährlich. Auch der Verzehr von Fleisch und Wurstwaren von infizierten Tieren kann nicht zu einer Infektion beim Menschen führen.

Die ASP breitet sich in Europa weiter aus. Seit September 2020 ist Deutschland mit Nachweisen der ASP bei Wildschweinen in Brandenburg und seit Oktober 2020 in Sachsen betroffen.

Neuauflage Rahmenplan zur Bekämpfung der ASP

Um die Behörden vor Ort bestmöglich bei deren Vorbereitungen auf den Seuchenfall zu unterstützen, wurde der bayerische "Rahmenplan Afrikanische Schweinepest" neu aufgelegt und an die aktuelle Lage angepasst: Rahmenplan ASP

Weitere Informationen

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz


Informationen zur Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue disease – BT) ist eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit der Schafe und Rinder. Ziegen, Neuweltkameliden (u.a. Lamas, Alpakas) und Wildwiederkäuer sind für die BT ebenfalls empfänglich. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.

Weiterführende Informationen

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
FAQs zur Blauzungenkrankheit
Informationen für Tierhalter und Tierärzte (LGL)


Tiergesundheitsgesetz

Das Tiergesundheitsgesetz (TierGesG) ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten und hat das Tierseuchengesetz damit abgelöst. Das TierGesG übernimmt im Hinblick auf die Bekämpfung von Tierseuchen bewährte Vorschriften, setzt aber verstärkt auch auf Prävention.

Vor dem Hintergrund, dass insbesondere Vorbeugemaßnahmen Regelungsgegenstand des Gesetzes sind, die der Erhaltung und Förderung der Tiergesundheit dienen, wurde der Titel des Gesetzes von Tierseuchengesetz in Tiergesundheitsgesetz geändert.

Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit – FLI

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des BMEL. Es ist unter anderem das nationale Referenzlabor für anzeige- und meldepflichtige Tierseuchen.

Krisenzentren

Zur Bekämpfung bestimmter schwerwiegender anzeigepflichtiger Tierseuchen wie z.B. Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe, Schweinepest etc. ist an der Regierung von Oberfranken ein Krisenstab eingerichtet, der beim Ausbruch dieser Seuchen aktiviert wird und die Bekämpfungsmaßnahmen im Regierungsbezirk koordiniert. Erster Ansprechpartner bei einem Verdacht auf Ausbruch einer Tierseuche ist aber zunächst das örtlich zuständige Veterinäramt.

Weitere Aufgaben der Bezirksregierung

Die Regierung von Oberfranken ist im Bereich des Tierseuchenrechts (Binnenmarkt-Tierseuchenschutzverordnung – BmTierSSchV) zuständig für die Zulassung sowie laufende Überwachung von überregional tätigen Betrieben wie z.B. :

  • EG-Viehmärkten und Sammelstellen zum Verbringen von Klauentieren oder Einhufern nach anderen Mitgliedsstaaten
  • EG-Händlerställen
  • EG-Besamungsstationen
  • Embryotransfereinrichtungen
  • Fischhaltungsbetrieben