Ein lächelndes Mädchen mit türkisem Pulli hält vor sich ein Glas mit Leitungswasser hoch
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Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Oberfranken

Wasserschule Oberfranken

Wasserschutzbrot

Silphie-Projekt in Oberfranken


Aktion Grundwasserschutz LogoEin verantwortungsvoller Umgang mit unserer wichtigsten Lebensressource, dem Trinkwasser, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Die Regierung von Oberfranken hat die Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Oberfranken ins Leben gerufen, um neue Wege für eine nachhaltige Wasserversorgung zu entwickeln und die Bürger über ihr Trinkwasser zu informieren.

Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und vor allem der Kinder für das Thema Wasser ist ein zentraler Bereich der Aktion Grundwasserschutz. Die Wasserschule Oberfranken ist das erste realisierte Projekt. Weitere geplante Bereiche der Aktion Grundwasserschutz sind:

  • langfristige Sicherung des Grundwassers
  • Strategien für eine zukunftsfähige Trinkwasserversorgung
  • Berücksichtigung der Folgen des Klimawandels
  • Unterstützung der kommunalen Wasserversorgungsunternehmen
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    Grundwasserschutz in Oberfranken


Wasserschule Oberfranken

Ohne Wasser läuft nichts, aber auch ohne Bildung geht nichts. Die Wasserschule Oberfranken kombiniert beides und liefert einen wertvollen Beitrag zur Sicherung der Zukunft.

Ob im Projektunterricht an der Schule oder in den stationären Wasserschulen in Bamberg, Coburg sowie in den Schullandheimen Weißenstadt und Steinbach am Wald, das Lehrkonzept der Wasserschule hat eine Menge zu bieten. Dazu gehören anschauliche Unterrichtsmaterialien, interessante Experimente und spannende Exkursionen wie zum Beispiel Gewässeruntersuchungen, um die Vielfalt und Bedeutung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt kennenzulernen oder Führungen durch ein Wasserwerk oder eine Kläranlage.

Und alles steht unter einem Motto: Wasser erleben – Nachhaltigkeit lernen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite Wasserschule Oberfranken
Titelbild Broschuere Wasserschule Oberfranken Wasser Wissen Kompakt
Broschüre "Wasserschule Oberfranken – Wasser-Wissen kompakt"

 


Wasserschutzbrot

Trinkwasser schützen und regionale Wirtschaftskreisläufe fördern – das ist das gemeinsame Ziel von Landwirten, Müllern, Handwerksbäckern und Wasserversorgern der Initiative Wasserschutzbrot. Der angebaute Wasserschutz-Weizen wird weniger gedüngt als es bei Backweizen sonst üblich ist. Das Risiko, dass auf diesen Feldern Nitrat ins Grundwasser gelangt, verringert sich dadurch nachweislich.

Gut für die Umwelt und die Region! Der Verbraucher entscheidet sich mit dem Kauf von Backwaren aus Wasserschutz-Weizen für aktiven Ressourcenschutz und für eine nachhaltige Regionalentwicklung. So schützen wir gemeinsam und mit Genuss das Grundwasser, aus dem wir unser Trinkwasser gewinnen.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite Initiative Wasserschutzbrot
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    Initiative Wasserschutzbrot – Wasserschutz-Weizen


Silphie-Projekt in Oberfranken

Das Gebiet "Nördliche Frankenalb" besitzt die größten als Trinkwasser nutzbaren Grundwasservorräte Nordbayerns. Gleichzeitig werden in diesem Gebiet über 50 Biogas-Anlagen betrieben. Der großflächige Anbau der Energiepflanze Mais führte zu Problemen mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln im Grundwasser. Zusätzlich führt der großflächige Maisanbau zu signifikanten Erosionsproblemen.

Daher gilt es Alternativen zu suchen, die bei vergleichbarer Wirtschaftlichkeit grundwasserschonender angebaut werden können. Als alternative Energiepflanze konnte in Oberfranken die Becherpflanze Silphie in dem Projektgebiet "Nördliche Frankenalb" auf einer Fläche von mindestens 100 Hektar etabliert werden.

Im Rahmen des Projektes werden umfangreiche Untersuchungen der Bestände und deren Auswirkungen auf die Umwelt untersucht. Dabei liegt der Fokus auf der Eignung der Becherpflanze zum Nitratrückhalt, der Vermeidung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und ihrer Ökosystemfunktionen.

Schwebfliege auf einer gelb leuchtenden Silphie-Blüte
© Peter Baumann, Regierung von Oberfranken

Die Untersuchungen sind im Einzelnen:

  • Entwicklung der Mais- und Silphiepflanzen auf den Flächen
  • Auswertung der Bestandsführung der einzelnen Landwirte
  • Unterschiedliche Aussaattechniken
  • Notwendigkeit und Wirksamkeit chemischer und mechanischer Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Erntetechnik und Ertragsermittlung unter Praxisbedingungen
  • Jährliche Bodenuntersuchung auf Stickstoff im Frühjahr und im Herbst
  • Grundbodenuntersuchung am Projektanfang und -ende
  • Erfassung und Auswertung regionaler Witterungsdaten
  • Untersuchungen zum invasiven Potenzial der Becherpflanze
  •  Erfassung der Biodiversität anhand verschiedener Artengruppen

Der Anbau der Silphie verspricht einen verbesserten Erosionsschutz, eine erheblich verringerte Nitratauswaschung ins Grundwasser und kaum Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Die Silphie bietet darüber hinaus eine ganzjährige Bodenbedeckung, eine intensive Durchwurzelung und eine Erhöhung der Biodiversität.

Die Etablierungsmaßnahmen werden naturschutzfachlich begleitet. Die Projektpartner sind neben verschiedenen Sachgebieten der Regierung von Oberfranken, die Landesanstalt für Landwirtschaft, die Universität Bayreuth und das Landesamt für Umwelt.

Zwischenbericht zum Demonstrationsprojekt Silphie 2018
Zwischenbericht zum Demonstrationsprojekt Silphie 2019

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    Zur "Vermaisung" unserer Agrarlandschaft scheint sie eine echte Alternative zu sein: Die aus Nordamerika stammende Becherpflanze oder Silphie.

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