Regierung von Oberfranken

Stellenangebote

Ein Bienenstock für die Regierung von Oberfranken

Zwei Imker mit Bienestock und Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz
Von links: Jungimker Martin Heise und Vorstand des Imkervereins Creußen Anton Herzing übergeben ein Bienenvolk an Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Foto: Jakob Daubner, Regierung von Oberfranken

Im Präsidentengärtlein der Regierung von Oberfranken hat ein Bienenvolk ein neues Zuhause gefunden. Das Volk bestehend aus 8.000–10.000 Tieren zog im hinteren Teil des Gartens ein. Von hier aus bewegen sich die Bienen in einem Umkreis von ca. zwei Kilometern und finden damit in Parks, auf Grünstreifen oder in Gärten und auf Balkonen ein reichhaltiges und vielfältiges Nahrungsangebot. Die Biene ist für Natur und Mensch unersetzlich. Umso wichtiger ist, dass wir dem Bienensterben nicht tatenlos zusehen. Gerne unterstützen wir das Projekt 'Stadtimkern' und geben einem Bienenvolk in unserem Präsidentengärtlein ein ökologisches Zuhause. Ich freue mich, wenn wir damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Tiere leisten können, freute sich Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz bei der Aufstellung des Bienenstocks.

Der Garten der Regierung von Oberfranken verfügt aufgrund der günstigen Lage über ideale Voraussetzungen zur Ansiedlung des Bienenvolkes. Er ist ruhig und geschützt im Innenhof des Regierungskomplexes gelegen und verfügt über einen alten Baumbestand aus Obst-, Linden- und Ahornbäumen. Ein Springbrunnen bietet den Bienen zudem ausreichend Wasser. Betreut wird das Bienenvolk vom Imkerverein Creußen. In regelmäßigen Abständen wird ein Imker nach dem Rechten sehen, die Bienen versorgen und etwa ab Mai nächsten Jahres auch den Honig ernten.

Der Erhalt der Bienen ist von immenser Bedeutung für Mensch und Natur. Das nach Rind und Schwein drittwichtigste Nutztier ist nicht nur Honig-Lieferant, sondern auch für die Bestäubung von mehr als 80 Prozent aller hiesigen Nutz- und Wildpflanzen zuständig. Damit haben insbesondere die Honigbienen einen nicht zu unterschätzenden ökologischen Nutzen: Sie sichern die Erträge in der Landwirtschaft und damit auch unsere Ernährung. Etwa 83 Prozent der Gebietsfläche Oberfrankens werden von Land- und Forstwirten bewirtschaftet. Fast ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind Wiesen und Weiden. Diese Vielfalt der Landbewirtschaftung spiegelt sich in der abwechslungsreichen oberfränkischen Kulturlandschaft wieder. Eine nachhaltige Landwirtschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln helfen, auch zukünftig den Fortbestand von Honig- und Wildbienen zu gewährleisten. Im innerstädtischen Bereich ist bereits das Aufstellen von Bienenstöcken in Gärten oder auf Balkonen und Dachterrassen ein erster Schritt, dem Rückgang von Bienenvölkern entgegen zu wirken.