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Ein Bienenstock für die Regierung von Oberfranken

Imker Martin Heise vom Imkerverein Creußen übergibt den ersten Bienenhonig an Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Imker Martin Heise vom Imkerverein Creußen übergibt den ersten "Regierungshonig" an Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Foto: Wolfgang Traßl, Regierung von Oberfranken

Süß, würzig, lecker: Erste erfolgreiche Ernte des "Regierungshonigs"

Seit September 2018 ist im Präsidentengärtlein der Regierung von Oberfranken ein Bienenvolk zu Hause. Das überaus friedfertige Volk bestehend aus bis zu 50.000 Tieren zog im hinteren Teil des Gartens in eine Bienenbeute ein. Von hier aus bewegen sich die Bienen in einem Umkreis von ca. zwei Kilometern und finden damit in Parks, auf Grünstreifen oder in Gärten und auf Balkonen ein reichhaltiges und vielfältiges Nahrungsangebot.

Diesen Sommer war es dann so weit: Nachdem die Bienen Winterruhe gehalten und anschließend emsig Nektar gesammelt und Honig produziert haben, konnte der Imkerverein Creußen den allerersten "Regierungshonig" ernten. Zur Freude aller waren die schwarz-gelben Sammlerinnen sogar so fleißig, dass kurze Zeit später bereits die zweite Ernte erfolgte.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz freute sich über immerhin 115 250g-Gläschen "Regierungshonig". Der Honig ist ein echtes regionales Qualitätsprodukt.

Der Garten der Regierung von Oberfranken verfügt aufgrund der günstigen Lage über ideale Voraussetzungen zur Ansiedlung des Bienenvolkes. Er ist ruhig und geschützt im Innenhof des Regierungskomplexes gelegen und verfügt über einen alten Baumbestand aus Obst-, Linden- und Ahornbäumen. Ein Springbrunnen bietet den Bienen zudem ausreichend Wasser. Betreut wird das Bienenvolk vom Imkerverein Creußen. In regelmäßigen Abständen schaut ein Imker nach dem Rechten, versorgt die Bienen und erntet den Honig.

Der Erhalt der Bienen ist von immenser Bedeutung für Mensch und Natur. Das nach Rind und Schwein drittwichtigste Nutztier ist nicht nur Honig-Lieferant, sondern auch für die Bestäubung von mehr als 80 Prozent aller hiesigen Nutz- und Wildpflanzen zuständig. Damit haben insbesondere die Honigbienen einen nicht zu unterschätzenden ökologischen Nutzen: Sie sichern die Erträge in der Landwirtschaft und damit auch unsere Ernährung. Etwa 83 Prozent der Gebietsfläche Oberfrankens werden von Land- und Forstwirten bewirtschaftet. Fast ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind Wiesen und Weiden. Diese Vielfalt der Landbewirtschaftung spiegelt sich in der abwechslungsreichen oberfränkischen Kulturlandschaft wieder. Eine nachhaltige Landwirtschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln helfen, auch zukünftig den Fortbestand von Honig- und Wildbienen zu gewährleisten. Im innerstädtischen Bereich ist bereits das Aufstellen von Bienenstöcken in Gärten oder auf Balkonen und Dachterrassen ein erster Schritt, dem Rückgang von Bienenvölkern entgegen zu wirken.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Martin Heise vom Imkerverein Creußen probieren das erste Honigbrot.
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und Martin Heise vom Imkerverein Creußen probieren das erste Honigbrot.
Foto: Wolfgang Traßl, Regierung von Oberfranken