Regierung von Oberfranken

Unsere wohl kleinsten Mitarbeiterinnen – das Bienenvolk der Regierung von Oberfranken

Imker Martin Heise vom Imkerverein Creußen übergibt 62 Gläschen Regierungshonig.
Imker Martin Heise vom Imkerverein Creußen übergibt 62 Gläschen Regierungshonig.
Foto: Eva-Maria Herath Regierung von Oberfranken

Erneut ertragsreiche Ernte des Regierungshonigs

Süß, würzig, lecker: Vor Kurzem wurde im Präsidentengärtlein der Regierung von Oberfranken zum dritten Mal Regierungshonig geerntet. Zur Freude aller Bienenfreunde waren die schwarz-gelben Sammlerinnen auch in diesem Jahr fleißig: Etwa 15,5kg Honig haben die Bienen produziert. Der Honig ist in diesem Jahr besonders bernsteinfarben und flüssig – ein echtes regionales Qualitätsprodukt!

Bei den ersten beiden Ernten im Sommer 2019 produzierten die Bienen noch knapp 29kg Regierungshonig. Obwohl dieses Jahr witterungsbedingt weniger ertragreich war, haben die Regierungsbienen erneut gut gearbeitet. Durch die langen Frostnächte im Mai haben wir heuer insgesamt einen schlechten Honigertrag. Die Bienen haben den eingetragenen Nektar überwiegend selbst gebraucht – bei meinen eigenen Bienenvölkern hatte ich einen kompletten Ernteausfall. Die Regierungsbienen sind da eine echte Ausnahme, so Imker Martin Heise vom Imkerverein Creußen.

Ideale Voraussetzungen im Präsidentengärtlein

Bienenstock: © topo84 – stock.adobe.com
© topo84 – stock.adobe.com

Die Regierungsbienen leben seit September 2018 in einer Bienenbeute im hinteren Teil des Präsidentengärtleins. Der Garten der Regierung von Oberfranken verfügt aufgrund der günstigen Lage über ideale Voraussetzungen zur Ansiedlung des Bienenvolkes. Er ist ruhig und geschützt im Innenhof des Regierungskomplexes gelegen und verfügt über einen alten Baumbestand aus Obst-, Linden- und Ahornbäumen. Ein Springbrunnen bietet den Bienen zudem ausreichend Wasser. Betreut werden die Bienen vom Imkerverein Creußen. In regelmäßigen Abständen schaut ein Imker nach dem Rechten, versorgt die Bienen und erntet den Honig.

Bienen sind unentbehrlich für die ökologische Vielfalt

Biene vor Blume: © Dave Massey – stock.adobe.com
© Dave Massey – stock.adobe.com

Der Erhalt der Bienen ist von immenser Bedeutung für Mensch und Natur. Das nach Rind und Schwein drittwichtigste Nutztier ist nicht nur Honig-Lieferant, sondern auch für die Bestäubung von mehr als 80 Prozent aller hiesigen Nutz- und Wildpflanzen zuständig. Damit haben insbesondere die Honigbienen einen nicht zu unterschätzenden ökologischen Nutzen: Sie sichern die Erträge in der Landwirtschaft und damit auch unsere Ernährung. Etwa 83 Prozent der Gebietsfläche Oberfrankens werden von Land- und Forstwirten bewirtschaftet. Fast ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche sind Wiesen und Weiden. Diese Vielfalt der Landbewirtschaftung spiegelt sich in der abwechslungsreichen oberfränkischen Kulturlandschaft wieder. Eine nachhaltige Landwirtschaft und der verantwortungsvolle Umgang mit Pflanzenschutzmitteln helfen, auch zukünftig den Fortbestand von Honig- und Wildbienen zu gewährleisten. Im innerstädtischen Bereich ist bereits das Aufstellen von Bienenstöcken in Gärten oder auf Balkonen und Dachterrassen ein erster Schritt, dem Rückgang von Bienenvölkern entgegen zu wirken.

Der Regierungshonig ist in diesem Jahr bernsteinfarben und besonders würzig.
Der Regierungshonig ist in diesem Jahr bernsteinfarben und besonders würzig.
Foto: Eva-Maria Herath, Regierung von Oberfranken