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Förderung für energie- und wassersparende Wäschereinigung

04.10.2018

Gruppenfoto
(von links): Fabian Krause, Geschäftsführer CHMS GmbH & Co. KG, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Marco Steiner, 1. Bürgermeister der Stadt Rödental, Joachim Krause, Geschäftsführer CHMS GmbH & Co. KG, Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium und Michael Busch, Landrat des Landkreises Coburg
(Foto: Rainer Lutz, Mediengruppe Oberfranken)

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold übergaben Förderbescheide an die Wäscherei Coburger Handtuch+Matten-Service - CHMS GmbH & Co. KG für die Einführung eines innovativen Reinigungsverfahrens.

Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU):

Umweltinnovation

Förderung für energie- und wassersparende Wäschereinigung

Das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt die Wäscherei Coburger Handtuch+Matten-Service - CHMS GmbH & Co. KG bei der Einführung eines innovativen Reinigungsverfahrens: Dieses soll den Wasserverbrauch um fast 90 Prozent, den Energieverbrauch um 65 Prozent senken. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold übergibt dem Unternehmen heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des BMU. Mit weiteren rund 1,4 Millionen Euro wird das Pilotprojekt aus dem bayerischen regionalen Förderprogramm "Sonderprogramm Energieeffizienz" unterstützt. Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken übergibt hierfür ebenfalls heute den Förderbescheid.

Florian Pronold: „Die Coburger Handtuch+Matten-Service-GmbH setzt neue Maßstäbe beim Umweltschutz. 90 Prozent weniger Wasser- und 60 Prozent weniger Stromverbrauch – das ist Spitze und dem Bundesumweltministerium eine Förderung von 1,4 Millionen Euro wert.

Die familiengeführte CHMS GmbH & Co. KG ist eine Wäscherei für Handtuchrollen, Schmutzmatten und Wischmopps im fränkischen Landkreis Coburg. Mit dem aktuellen Vorhaben soll ein die gesamte Wäscherei umfassendes innovatives Energie- und Wassereinsparkonzept realisiert werden. Es wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Nürnberg am Standort Rödental (Oberfranken) umgesetzt.

Die erhebliche Wassereinsparung ergibt sich aus einer Vernetzung aller Wasserkreisläufe in der Wäscherei. Neben der Nutzung von Regenwasser und der Aufbereitung von Abwasser wird das Wasser aus den Wasch- und Spülvorgängen mehrfach verwendet.

Die Energieeinsparung ergibt sich unter anderem dadurch, dass die Abwärme aus Abwasser, die Abluft aus Trocknern sowie ein Teil der Energie aus einer neu installierten gasturbinenbasierten Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in weiteren Prozessen genutzt werden.

Im Ergebnis werden so jährlich 12 Millionen Liter Wasser eingespart, 2677 Megawattstunden Strom und 657 Tonnen CO2. Zugleich wird die eingesetzte Waschchemie um ca. 1,2 Tonnen pro Jahr reduziert - bei gleichbleibender Waschqualität.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm des BMU wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben. Weitere Informationen unter:

http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte

Das bayerische regionale Förderprogramm "Sonderprogramm Energieeffizienz" unterstützt. Unternehmensinvestitionen, die zu einer Senkung der CO2-Emissionen beitragen. Maßgeblich ist dabei auch, dass diese Maßnahmen die Kosteneffizienz der Unternehmen weiter stärken. Die Mittel für das Programm stammen zu 100% aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Informationen unter: www.regierung.oberfranken.bayern.de/wirtschaft/foerderung/gewerbliche_wirtschaft.php