Regierung von Oberfranken

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Corona-Virus SARS-CoV-2 (COVID-19)
Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen

(Stand: 09.04.2020 - 14:40 Uhr)

Soforthilfe Corona

Das Antragsverfahren ist seit 31.03.2020, 14:00 Uhr, ausschließlich medienbruchfrei digital durchführbar. Antragsteller können ihren Antrag ausschließlich online stellen und absenden. Den Link zum Antragsformular finden Sie auf der Website des Bayerischen Wirtschaftsministerium: www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Die Soforthilfe richtet sich an Freiberufler, Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Bayern, die aktuell von Liquiditätsproblemen betroffen sind. Die Höhe der Soforthilfe ist dabei gestaffelt nach Anzahl der Mitarbeiter. Nach der Bayerischen Staatsregierung hat auch die Bundesregierung ein Soforthilfeprogramm für Betriebe und Freiberufler aufgelegt. Die Verzahnung der beiden Programme ermöglicht höhere Zahlungen für alle abgedeckten Betriebsgrößen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Hier können Sie Ihren Antrag für die Soforthilfe-Programme des Bundes bzw. des Freistaates Bayern ausschließlich online stellen:

Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch, per Fax oder per E-Mail an das Bayerische Wirtschaftsministerium oder die Regierung von Oberfranken. Ausgedruckte, Fax- oder E-Mailanträge können nicht bearbeitet werden.

Bislang wurden 41,16 Mio. Euro an Soforthilfen bewilligt.

Definition zum Liquiditätsengpass

Voraussetzung für die Soforthilfen (Bund wie Land) ist, dass der Antragsteller durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen.

Private und sonstige (= auch betriebliche) liquide Mittel müssen nicht zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden. Personalkosten fallen nicht unter den erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand. Auch die Kosten der privaten Lebenshaltung (private Miete, private Krankenversicherung etc.) können nicht eingerechnet werden, da auch diese kein erwerbsmäßiger Sach- und Finanzaufwand sind.

Wichtige Hinweise

Auch wenn Sie keine (automatische) Eingangsbestätigung erhalten haben, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Antrag eingegangen ist.

Aufgrund der sehr hohen Anzahl an eingehenden Anträgen kann es jedoch zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen. Wir können Ihnen aber versichern: Jeder eingegangene Antrag wird so rasch wie möglich bearbeitet.

Sämtliche Personalkapazitäten sind durch die schnellstmögliche Bearbeitung der Anträge gebunden. Rückfragen zum Stand der Bearbeitung können deshalb nicht beantwortet werden.

Wenn Sie von den höheren Konditionen des Bundes- und Landesprogramms profitieren wollen, stellen Sie bitte einen neuen elektronischen Antrag. Sollten Sie bereits eine Soforthilfe nach dem bayerischen Programm erhalten oder einen Antrag nach der bayerischen Soforthilfe gestellt haben, ist es wichtig, dass Sie in dem neuen elektronischen Antrag nicht den Differenzbetrag zwischen bislang beantragter oder erhaltener Soforthilfe beantragen, sondern den Gesamtbetrag des in den auf die Antragsstellung folgenden drei Monaten entstehenden Liquiditätsengpasses. Bewilligt und ausbezahlt wird Ihnen dann der Differenzbetrag.

Ab 20. April können auch Landwirtschaftsbetriebe mit Primärproduktion und wirtschaftlich tätige gGmbHs (z. B. Bildungseinrichtungen, Vereinscafés, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen, Frauenhäuser) mit mehr als 10 Beschäftigten Soforthilfe erhalten. Wichtig: Eine Antragseingabe vor dem 20. April 2020 führt systembedingt zur Ablehnung.

» Telefonische Beratung

Wir haben mit den oberfränkischen Wirtschaftskammern vereinbart, dass eine telefonische Beratung zur Soforthilfe Corona durch diese erfolgt.

  • Die IHK für Oberfranken ist erreichbar unter der Telefonnummer: 0921 / 886-0
  • Die HWK für Oberfranken ist erreichbar unter der Telefonnummer: 0921 / 910-150
  • Die IHK zu Coburg ist erreichbar unter der Telefonnummer: 09561 / 7426-776

Nur für Landwirte im Bereich der Landwirtschaft erfolgt eine telefonische Beratung unter der Telefonnummer: 0921 / 604-1465

» Weitere finanzielle Unterstützungsangebote

Den Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprogramme und Bürgschaften der LfA Förderbank Bayern zur Verfügung. Informationen hierzu sind abrufbar unter LfA Förderbank Bayern.

Voraussetzung für die Unterstützung des Unternehmens ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die Angebote der LfA Förderbank in die Gesamtfinanzierung einzubinden. In der aktuellen Situation dürfte die Sicherung der Liquidität im Vordergrund stehen. Hierfür bietet sich insbesondere der Universalkredit der LfA an.

Unter der Telefonnummer 089 2124-1000 sind die Förderexperten der LfA für allgemeine Anfragen und eine konkrete Beratung über die bestehenden Förderangebote zu erreichen. Unter http://www.lfa.de können Sie sich über alle Finanzierungsangebote der LfA informieren.

Erster Ansprechpartner für Unternehmen im Bereich der Bürgschaften ist die Bürgschaftsbank Bayern GmbH (Tel. 089 5458-570).
Weitere Informationen über die Angebote der Bürgschaftsbank sind unter www.bb-bayern.de zu finden.

Auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums ersehen Sie Angebote des Bundes bzw. der KfW.

Außerdem sind auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie alle einschlägigen Informationen entsprechend zusammengefasst und aktualisiert sowie die einschlägigen Anlaufstellen genannt.

» Steuerliche Soforthilfen

» Kurzarbeit

Wird in Folge des Corona-Virus eine vorübergehende Reduzierung der üblichen Arbeitszeiten notwendig, können betroffene Betriebe bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen. Alle Informationen, ihre zuständige Arbeitsagentur sowie eine Online-Anzeige- bzw. eine Antragsfunktion finden Sie unter www.arbeitsagentur.de.

» Ausgleichsleistungen gem. § 45a Personenbeförderungsgesetz

Angesichts der Auswirkungen des Corona-Virus auf die Busunternehmen wird die Abschlagszahlung für den Ausgleich nach § 45a des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) für das Jahr 2020 vorgezogen. Regelmäßig ist diese erst Mitte bzw. Ende des Jahres fällig, für dieses Jahr kann sie jedoch ab sofort formlos beantragt werden.

» Verdienstausfallentschädigung gem. § 56 Infektionsschutzgesetz

Wer aufgrund eines Tätigkeitsverbotes nach dem Infektionsschutzgesetz gehindert ist, seiner Erwerbstätigkeit nachzugehen und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen eine Entschädigung.

» Allgemeinverfügungen und weitere Regelungen