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15.11.2024Integrationspreis der Regierung von Oberfranken; Einladung an die Medien zur Preisverleihung am 20.11.2024
Die Regierung von Oberfranken hat auch im Jahr 2024 den Integrationspreis für gelungene Integrationsarbeit ausgelobt. Mit dem Preis sollen Initiativen ausgezeichnet, die sich erfolgreich dafür einsetzen, dass Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Region Fuß fassen und Einheimische mit fremden Kulturen vertraut gemacht werden. Vorgeschlagen werden konnten nachhaltige, erfolgreiche und insbesondere ehrenamtliche Aktivitäten, die in vorbildlicher Weise die Integration der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund in Oberfranken unterstützen.
Der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung MdL Karl Straub und der Regierungspräsident von Oberfranken Florian Luderschmid werden den diesjährigen Integrationspreis am
Mittwoch, den 20.11.2024 um 13:00 Uhr,
im Großen Sitzungssaal (L 203) der Regierung von Oberfranken,
Ludwigstraße 20, 95444 Bayreuth,
verleihen.
Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 7.000 Euro wird vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration für die Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement im Bereich Integration zur Verfügung gestellt.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zum Termin herzlich eingeladen. Wir bitten, die Sperrfrist zu beachten und von einer Berichterstattung über die Preisträger im Vorfeld der Veranstaltung abzusehen.
Folgende Preisträger wurden 2024 ausgewählt:
Regionalcaritasverband Bamberg-Forchheim
Projekt "Anlaufstelle St. Josef/Hain"
Mit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 kamen zahlreiche ukrainische Kriegsflüchtlinge, insbesondere Frauen mit Kindern, auch nach Bamberg. Bereits im März 2022 wurde im Gemeindezentrum der Pfarrei St. Josef im Hain für diese Menschen eine Anlaufstelle für Beratung, Sprache und Freizeit eröffnet. Dort erhalten die Menschen Unterstützung bei der Registrierung und bei allen Fragen zum Ankommen in Deutschland. Wöchentlich wird Beratung zum Asylverfahren angeboten, bei dem rechtliche Fragen und die Abläufe des Verfahrens geklärt werden können. Zudem wird einmal pro Woche ein Sprachtraining angeboten. Seit November 2022 stehen diese Angebote Geflüchteten aller Nationen offen. Eine Besonderheit ist die Kinderbetreuung durch Ehrenamtliche während der Beratungsstunden und der Zeiten des Sprachtrainings. Seit September 2023 gibt es zusätzlich einen wöchentlichen Nähtreff, geleitet von einer ukrainischen ehrenamtlichen Helferin.
Evangelische Kirchengemeinde Nikodemuskirche Bayreuth
Projekt "kids-Treff"
Der "kids-Treff" wurde 2007 als offene Einrichtung der Evangelischen Kirchengemeinde Nikodemuskirche in der Neuen Heimat gegründet und richtet sich an Kinder und Jugendliche von fünf bis 16 Jahren. Seit 2014 ist der kids-Treff auf dem Abenteuerspielplatz "Kiwi" in der Schwabenstraße zuhause. Dafür hat die Kirchengemeinde das aus ehemaligen Bürocontainern bestehende Hauptgebäude errichtet und aufwändig saniert. Dreimal wöchentlich wird ein spezielles Programm angeboten, bei dem die Kinder drinnen und draußen spielen können.
Im Jahr 2015 erwarb die Kirchengemeinde zusätzlich die leerstehenden Räume der früheren Sparkassenfiliale in der Frankenstraße und renovierte diese umfangreich. Dort entstand der Jugendtreff "Flux" für Jugendliche ab zwölf Jahren mit vielfältigen Freizeitangeboten. Die pädagogische Betreuung übernahmen vier Mitarbeitende der Kirchengemeinde. Als zusätzliches Angebot erhalten die Jugendlichen im Jugendbüro Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Ausbildung und den Beruf. Im Oktober 2023 öffnete zusätzlich das "Heimatcafé", ein Ort der Begegnung, wo sich monatlich etwa 60 bis 70 Personen aus verschiedenen Nationen treffen.
Stadt Coburg
Projekt "Sprach Café"
Das "Sprach Café" der Stadt Coburg bietet seit Mai 2019 einen Raum für Menschen jeglicher Herkunft, die die deutsche Sprache erlernen, sprechen und vertiefen möchten. Das niedrigschwellige und für jeden zugängliche Angebot richtet sich insbesondere auch an diejenigen, die nicht oder noch nicht an einem Integrationskurs teilnehmen können. Einmal wöchentlich kommen durchschnittlich 30 bis 35 Teilnehmende in einer entspannten, Café-ähnlichen Atmosphäre zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. So werden Sprachbarrieren abgebaut und neue Kontakte geknüpft. Unterstützt werden die Teilnehmenden dabei von einem Team aus zehn Ehrenamtlichen, die ihnen auch bei Herausforderungen im Alltag zur Seite stehen.
Evangelische Jugendsozialarbeit Hof e.V. (EJSA)
Projekt "Internationales Mädchen- und Frauenzentrum"
Das Internationale Mädchen- und Frauenzentrum im Hofer Bahnhofsviertel besteht seit 1989 und bietet vielfältige Unterstützung für die Bewohner des Viertels. Der "Hofer Kidspoint" richtet sich an Kinder von sieben bis elf Jahren und fördert durch Naturerfahrungen im "Interkulturellen Garten" der EJSA das Bewusstsein für den Umgang mit Lebensmitteln. Das niederschwellige Angebot "Deutschsprachvermittlung" unterstützt insbesondere Frauen, die insbesondere aufgrund fehlender Kinderbetreuung keinen Zugang zu Deutschkursen haben. Der Kreativtreff-Treff ermöglicht Müttern mit Migrationshintergrund den Austausch mit deutschen Frauen.
Zusätzlich startete 2022 das Projekt "Willkommen in Hof" zur Unterstützung der ukrainischen Geflüchteten. Im Rahmen der Aktion "Warme Füße – warmes Herz“ wurden im Jahr 2023 über 430 Paar gestrickte Socken sowie Mützen und Schals für die Ukrainegesammelt und versandt.
Seit 2011 verantwortet der Verein EJSA zudem federführend die Gestaltung des Gesamtprogramms der Interkulturellen Wochen in Hof und organisiert die Auftaktveranstaltung.
Informationen und Fotos
Laudationes sowie Fotos der Veranstaltung finden Sie in der Aktuellen Meldung.
